Unsere Leistungen

Mit dem Erfolg wachsen auch die Herausforderungen. Die Erwartungen und Ansprüche an die Organisation werden größer – die eigenen, aber auch die Ihrer Partner. Sehr schnell können dabei die Leistungsfähigkeit von Organisation, Führungskräften und Mitarbeitern an ihre Grenzen stoßen. Lassen Sie uns diese Herausforderungen gemeinsam annehmen. Treffen eine oder mehrere dieser Fragen auf Sie zu?

Politikberatung

Oft fehlen NGOs die Kapazitäten, um eigenständig den Bereich der politischen Vertretung aufzubauen oder die politischen Kontakte professionell zu pflegen. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der politischen Arbeit unterstützen wir Sie inhaltlich und konzeptionell.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gute Arbeit allein garantiert leider noch nicht, dass Ihre Organisation auch öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wird. Vielmehr müssen NGOs ihre Erfolge und Errungenschaften selbst in die Öffentlichkeit tragen. Presse und Öffentlichkeit haben ihre eigenen Mechanismen, nicht immer gestaltet sich der Zugang dazu problemlos. Wir unterstützen Sie aktiv.

NGO Management

Wir bieten Ihnen von der Situationsanalyse bis hin zur Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen eine breite Palette an Möglichkeiten, um das Potential ihrer Organisation besser auszuschöpfen. Dabei legen wir großen Wert auf die Anerkennung des bisher erreichten und der Weiterentwicklung von bestehenden positiven Ansätzen. Wir helfen Ihnen bei der Weiterentwicklung ihrer Organisation und unterstützen Sie bei Ihrer Profilbildung.

Aktuelle Beiträge

Aktuelle Beiträge und Publikationen finden Sie hier:

Frankreichs Islampolitik führt zu Spannungen in der IGMG

Große Moschee Paris

In Deutschland ist der Diskurs um die Statusfrage der muslimischen Gemeinschaften weitgehend eingeschlafen. Die Islampolitik der neuen Ampel-Koalition nimmt noch Form an. Von muslimischer Verbandsseite kommen so gut wie keine Debattenbeiträge, selbst bei höchsteigenen Themenstellungen. In Frankreich dagegen sorgt in den letzten zwei Jahren ein klarer Kurs des in Religionsfragen zuständigen Innenministers Darmanin für immer neue Entwicklungen in der französisch-muslimischen Verbandslandschaft. Nachdem Ende 2020 mehrere Verbände ihre dem Präsidenten gegenüber zugesagte Unterschrift zu einer “Charta der republikanischen Werte” direkt im Anschluss des Gesprächs mit Macron wieder zurückzogen, blieb das gemeinsame Vertretungsorgan „Kultusrates der französischen Muslime“ (CFCM) weitgehend handlungs- und vertretungsunfähig.

Der französische Innenminister erklärt Ende 2021 schließlich, die CFCM als tot anzusehen. In Regionalkonferenzen wurde die Gründung eines Forum de l’lslam de France (FORIF) angestoßen. Damit stellte der französische Staat klar, nicht mehr die Verbandsstrukturen als Ansprechpartner anzusehen, sondern weitgehend lokale Moscheestrukturen und muslimische Intellektuelle direkt anzusprechen.

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Fransa’nın İslam Siyaseti IGMG’yi gerdi

Almanya’da müslüman cemaatlerin hukuki ve sosyal konumları hakkındaki tartışma durma noktasına gelmiş olsa da, Fransa’da sular kolay kolay durulmayacağa benziyor. Dini cemaatler ile ilişkilerden sorumlu olan İçişleri Bakanı Darmanin son iki senede Fransa’daki müslümanlara yurtdışından müdahale konusunda belirgin bir yol takip etmekte.

2020 yılının sonunda, Fransa Milli Görüş’ü temsil eden Confédération Islamique Milli Gorus France (CIMG)’nin de dahil olduğu Fransız Müslümanları Külür Konseyi (CFCM) üyesi olan cemaatler, Fransa Cumhurbaşkanı ile yaptıkları bir zirvede “Cumhuriyetçi Değerler Bildirgesi” diye bir metni imzalayacaklarını ve Fransa’ya imam görevlendirmesini düzenleyecek bir “Milli İmam Konseyi”nin kuruluşunu vaat etmişlerdi. Macron ile görüşmeden kısa süre sonra bu taahhüt aralarında Milli Görüş’ün de bulunduğu bazı kurumların vaatlerini yerine getirmeyeceklerini açıklamaları, CFCM’i hareket ve temsil edemez hale getirdi.

Fransız İçişleri Bakanı Darmanin nihayet 2021 yılı sonunda CFCM’in kendileri için ölü hükmünde olduğunu açıklayıp Fransa’daki müslümanların resmi temsili için Forum de l’lslam de France (FORIF) isimli bir platformun oluşumunu haber vermişti. Fransız devleti bununla Fransa’daki cemaatlerin çatı kuruluşları ile olan irtibatlarını bitirmiş ve sadece tabandaki cemiyet ve müslüman aydınlar ile görüşeceğini bildirmişti.

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IGMG ohne “Milli Görüş” – Fakt oder Fiktion?

IGMG Versammlung

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hatte die IGMG (Islamische Gemeinschaft Milli Görüş) noch ein #WeRemember-Sharepic in ihren sozialen Medien geteilt, am nächsten Tag meldet die Welt (https://www.welt.de/politik/deutschland/article236528895/Milli-Goerues-entlaesst-Imam-nach-antisemitischem-Video.html) jedoch die Entlassung eines Imams der IGMG wegen der Verbreitung von antisemitischen Inhalten. Der Imam der Bonner Gemeinde hatte auf seinem Instagram-Kanal (https://www.instagram.com/mynasiha/) bereits im Mai 2021 in einem selbst veröffentlichten Video zutiefst antisemitische Aussagen verbreitet.

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Frankreich spricht mit der muslimischen Basis

Große Moschee Paris

Nach Konflikten um die “Charta der republikanischen Werte” und Spionagevorwürfen im CFCM sucht das französische Innenministerium den direkten Dialog mit der muslimischen Basis und den Moscheegemeinden.

Der Schritt kam nicht unerwartet und zeichnete sich schon länger ab. Das französische Innenministerium, verantwortlich für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften im Land, umgeht die nationalen Verbandsspitzen der muslimischen Verbandslandschaft und sucht den direkten Kontakt zur muslimischen Basis und den Moscheegemeinden. In einem Brief vom 26. November 2021 dankt Innenminister Darmanin den muslimischen Teilnehmern der dritten Regionalkonferenz (Assises territoriales de l’islam de FranceATIF) im Frühjahr 2021 und kündigt neue Schritte in der Zusammenarbeit mit der muslimischen Community an.

Darminin bekennt sich in dem Schreiben zur religiösen Vielfalt im Land, die durch das Prinzip des Laizismus ermöglicht werde. Der muslimische Glaube wird als wesentlicher Bestandteil der Nation beschrieben. In wenigen Jahren seien lokale muslimische Strukturen entstanden, die es den einzelnen Gläubigen erlauben würden, ihren Glauben in völliger Freiheit auszuleben. Der Glaube inspiriere “unsere Mitbürger” zur wohltätigen und philanthropischen Arbeit. Mit der muslimischen Militär-, Gefängnis- und Krankenhausseelsorge werde zudem täglich demonstriert, dass die Republik die freie Ausübung der Religionspraxis garantiere. Und auf diesen Reichtum könne man stolz sein.

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Islam-/Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus

DaGegenRede

Islamfeindliche Ressentiments nehmen seit den Anschlägen vom 11. September 2001 rapide zu. Islam- und Muslimfeindlichkeit ist dabei nicht nur ein Phänomen gesellschaftlicher Randgruppen, sondern ist bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Diese Entwicklung ist nicht nur auf Deutschland begrenzt. In vielen europäischen Ländern nimmt die Ablehnung gegenüber dem Islam als Religion und Musliminnen und Muslimen als Individuen zu. Rechtspopulistische und offen rassistische Parteien in ganz Europa schlagen aus dieser Atmosphäre politisches Kapital.

In ihrem Beitrag “Islam-/Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus” für die Publikation Da.Gegen.Reden des Demokratiezentrums Baden-Württemberg greifen Eren Güvercin und Engin Karahan diesen Diskurs auf.

Vorstandskrise am Vorabend der IGMG Generalversammlung

IGMG Versammlung

Fast völlig unbemerkt von der eigenen Basis und fernab jeglicher öffentlicher Aufmerksamkeit sollte die Generalversammlung der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) am 30.05.2021 stattfinden. Die Generalversammlung war wichtig, da der Vorstand um den Vorsitzenden Kemal Ergün sich um eine dritte Vorstandsperiode “bewerben” wollte. “Bewerben” in Anführungszeichen, weil Kemal Ergün wieder einmal ohne Gegenkandidaten für den Vorsitz antreten wird. Die IGMG Generalversammlung darf man sich nicht als ein Gremium vorstellen, in dem sich Kandidaten mit Programmen, Zukunftsvisionen und Gegenwartsanalysen um die Gunst der Delegierten streiten. Vielmehr ist sie eine mit ihrem Ablauf und ihrem Ergebnis vollkommen voraussehbare Notwendigkeit des Vereinsrechts.

Diese Ruhe wurde jedoch am Tag vor der Generalversammlung für die Öffentlichkeit, insbesondere für die verbandsinterne Öffentlichkeit, wahrnehmbar gestört. Am Samstag, einen Tag vor der Veranstaltung erklärte Hakki Çiftçi, ein langjähriges Mitglied des IGMG-Präsidiums und einer der engsten Vertrauten des Vorsitzenden Kemal Ergün, seinen Rücktritt. Çiftçi ist innerhalb der aktuellen IGMG-Führung ein wichtiger und gewichtiger Name. Er war der Regionalverbandsvorsitzende, in dessen angegliederter Moschee in den 90er Jahren Kemal Ergün seinen Pfad vom Gemeindeimam zum Vorsitzenden der IGMG betrat. Çiftçi war lange der Förderer von Kemal Ergün, der ihm den Weg zum Vorsitz ebnete. Necmettin Erbakan hatte auf seinem Sterbebett Ergün als Vorsitzenden, Çiftçi als seinen Stellvertreter designiert.

Am 29.05.2021 veröffentlichte Hakkı Çiftçi über sein Facebook-Profil folgende Erklärung (übersetzt aus dem türkischen Original, Auszug):

“VON DER ISLAMISCHEN EINHEIT ÜBER DIE AMGT ZUR IGMG.
Ich grüße Euch, liebe Freunde, liebe Weggefährten,
Ich habe die Möglichkeit gehabt, mit den Vorsitzenden Dr. Yusuf Zeynel Abidin, Osman Yumakoğulları, Ali Yükse[l]k, Dr. Yusuf Işık, Dr. M. Sabri Erbakan, Yavuz Çelik Karahan und Kemal Ergün zusammen meinen Dienst zu verrichten. Meine Funktionen innerhalb unserer Gemeinschaft, deren (Entwicklung) ich 40 Jahre lang bezeugen und stolz für meine Zugehörigkeit sein darf, dem Ermessen des Präsidiums überlassend, verabschiede ich mich.
Ich danke Yavuz Çelik Karahan als einem Großen unserer Sache, der mir die Möglichkeit gab, 3 Jahre im Präsidium eine Aufgabe zu übernehmen und meinem Weggefährten Kemal Ergün, mit dem ich 10 Jahre (2 Perioden) zusammen war, für ihr Vertrauen in mich. […]”

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