Unsere Dienstleistungen

Mit dem Erfolg wachsen auch die Herausforderungen. Die Erwartungen und Ansprüche an die Organisation werden größer – die eigenen, aber auch die Ihrer Partner. Sehr schnell können dabei die Leistungsfähigkeit von Organisation, Führungskräften und Mitarbeitern an ihre Grenzen stoßen. Lassen Sie uns diese Herausforderungen gemeinsam annehmen. Treffen eine oder mehrere dieser Fragen auf Sie zu?

Politikberatung

Oft fehlen NGOs die Kapazitäten, um eigenständig den Bereich der politischen Vertretung aufzubauen oder die politischen Kontakte professionell zu pflegen. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der politischen Arbeit unterstützen wir Sie inhaltlich und konzeptionell.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gute Arbeit allein garantiert leider noch nicht, dass Ihre Organisation auch öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wird. Vielmehr müssen NGOs ihre Erfolge und Errungenschaften selbst in die Öffentlichkeit tragen. Presse und Öffentlichkeit haben ihre eigenen Mechanismen, nicht immer gestaltet sich der Zugang dazu problemlos. Wir unterstützen Sie aktiv.

NGO Management

Wir bieten Ihnen von der Situationsanalyse bis hin zur Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen eine breite Palette an Möglichkeiten, um das Potential ihrer Organisation besser auszuschöpfen. Dabei legen wir großen Wert auf die Anerkennung des bisher erreichten und der Weiterentwicklung von bestehenden positiven Ansätzen. Wir helfen Ihnen bei der Weiterentwicklung ihrer Organisation und unterstützen Sie bei Ihrer Profilbildung.

Aktuelle Beiträge

Aktuelle Beiträge und Publikationen finden Sie hier:

Französische Revolution in der IGMG – eine IGMG, viele Gesichter?

Große Moschee Paris

Der Diskurs über Islam und Muslime in Deutschland und anderen europäischen Staaten nimmt in diesen bewegten Zeiten nicht an Intensität ab. Die Zahl der Beiträge wird zwar mehr, nicht jedoch unbedingt die Zahl der Wortmeldungen auf Seiten der muslimischen Gemeinschaften. Für Öffentlichkeit und Medien ist es aktuell eher schwierig, überhaupt an O-Töne von Vertretern der muslimischen Gemeinschaften zu kommen. Dies zeigte sich auch in einem Pressegespräch des “Mediendienst Integration” am 17. November 2020 unter dem Titel “Berichten über Islam-Themen: Wie kann man Gemeinden richtig einschätzen und ansprechen?”

Hinzu kommt, dass das Handeln und die Kommunikation von manchen muslimischen Gemeinschaften immer wieder erratische Züge aufweist. Logische Brüche und Widersprüche von Aussagen der jeweiligen Zentralen zu Aussagen der Untergliederungen erschweren die Erkenntnis darüber, welche Positionen “verbandlich” sind, welche der Aussagen im Rahmen eines innerverbandlichen Diskurses entstanden sind oder eher aus der jeweiligen Situation heraus formuliert werden.

Ein aktuelles Beispiel dieser Problematik finden wir in einer Erklärung der französischen Untergliederung der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), der Confédération Islamique Milli Gorus France (CIMG). In der Erklärung vom 19. November äußert sich die CIMG zu dem Gipfel des französischen Präsidenten Macrons mit dem „Kultusrates der französischen Muslime“ (CFCM). Auf dem Gipfel verpflichtete sich die CFCM und ihre Mitgliedsverbände dazu, innerhalb von zwei Wochen mit einer “Charta der republikanischen Werte” einen verbindlichen Wertekanon für Imame in Frankreich vorzulegen. Zudem soll ein “Nationaler Imamrat” eingerichtet werden, der für die Ausbildung und Zulassung der Imame zuständig sein soll. Die Funktion des Rates soll jedoch nicht nur auf Fragen der Qualität der Imame beschränkt sein, auch dem Import von Imamen aus dem Ausland soll damit ein Riegel vorgeschoben werden.

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Transformationsprozess im Rückwärtsgang?

Es sind nun über sechs Jahre her, seit ich keinen Bezug mehr zur IGMG habe. Lange genug, um sich nun doch wieder einmal anzuschauen, wie es um den dominanten Diskurs innerhalb der Gemeinschaft steht. Aufgrund der mittlerweile sehr spärlichen öffentlichen Positionierungen und Stellungnahme des Verbandes werde ich dabei auf zwei Publikationen aus dem Eigenverlag des Verbandes zurückgreifen.

In dem Buch “Derdimiz Davamız 1” (dt. Unsere Sorgen, unser Kampf) des IGMG Vorsitzenden Kemal Ergün sind seine Reden und Vorträge zusammengetragen worden, die er im innerverbandlichen Kontext gehalten hat. Als eine direkte Ansprache der Mitglieder und Verbandsfunktionäre spielen diese für die innerverbandliche Positionierung sicherlich eine große Rolle. In einer deutschen Übersetzung liegen diese Beiträge jedoch so gut wie nicht vor und sind der Allgemeinheit somit nicht zugänglich. Als die Reden des Vorsitzenden einer der größten muslimischen Verbände in Deutschland und Europa sind diese jedoch auch in unserem hiesigen Islamdiskurs relevant.

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Angriff auf die Moschee – was tun?

Fatih Moschee Bremen Mihrab Minbar

Die Angriffe auf Moscheen in den letzten Wochen haben für unterschiedliche Diskussionen gesorgt, ob es sich bei den betroffenen Moscheen um türkische oder deutsche Einrichtungen handelt, welche Rolle Medien und Politik dabei spielen usw. Eine Frage blieb dabei unbeantwortet: Was können die betroffenen Moscheegemeinden tun und wie können sich die Gemeinden im Allgemeinen auf solch einen Vorfall vorbereiten? Denn konkrete Schritte um mit solch einem Vorfall umzugehen, braucht es weit vor einem tatsächlichen Übergriff.

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Muslimische Perspektiven auf Jugendpräventionsarbeit in Deutschland: Hindernisse, Bedenken und Möglichkeiten

Im Rahmen des Projektes »Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus« wurden im Laufe der Projektzeit (2015-2019) wissenschaftliche Artikel zu unterschiedlichen Fragestellungen in Auftrag gegeben, die unmittelbar der Projektarbeit entsprangen. Vor diesem Hintergrund lieferten die Artikel konzeptionelle und/oder theoretische Erkenntnisse, die die Arbeit des Präventionsnetzwerks grundlegend beeinflussten.

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Hagia Sophia – die “kostspielige Rechnung”

(Dieser Beitrag erschien erstmals auf “Religion&Recht” am 15.07.2020)

Noch vor einem Jahr bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Forderung nach der Umwandlung der Hagia Sophia als eine Rechnung, “dessen Kosten für uns zu hoch” wären. Mittlerweile müssen sich die Rechnungspositionen dermaßen verschoben haben, dass selbst ein solch “kostspieliger” Schritt für das politische Weiterbestehen notwendig erscheint.

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Çağrıcı: „Necip Fazıl – ein Mensch der Ideologie“

Necip Fazıl Kısakürek (geb. 1904) ist in der Türkei nicht erst mit der AKP-Regierungszeit zu Ruhm gekommen, zumal er bereits 1983 verstarb. Aber wohl kaum in einer anderen Phase des Landes war NFK, wie er gerne abgekürzt wird, mit seinem Werk so wirkmächtig, wie in den letzten fast 20 Jahren. Seine Rezeption ist in konservativen Kreisen weit verbreitet, selbst der Präsident hat in seinen Reden immer wieder einen passenden Vers parat. Die Kritik an Kısakürek aus dem linken und kemalistischen Spektrum dürfte in ihrer Intensität der Glorifizierung auf der konservativen Seite entsprechen. Ein aktuelles Beispiel dieser Kritik kann man in Hasan Aksals „Türk Muhafazakarlığı’ (Der türkische Konservatismus) nachlesen, der ich mich inhaltlich auch weitgehend anschließen kann.

Was relativ selten wahrgenommen wird, ist die Kritik an Kısakürek von wiederum anderen Konservativen. Zum einen macht die Glorifizierung der Person Necip Fazıl es nicht leicht, aus dem konservativen Mainstream mit Kritik auszubrechen. Zum anderen läuft man nicht selten auch Gefahr, sich mit der Kritik an NFK als „Nestbeschmutzer“ heftigen Anfeindungen auszusetzen.

Umso bemerkenswerter ist vor diesen Hintergrund ein Beitrag des ehemaligen Muftis von Istanbul, Prof. Mustafa Çağrıcı, in seiner Kolumne in der Tageszeitung Karar, der Mitte Februar erschienen ist. Auch Çağrıcı erweckt zu Beginn seines Beitrags den Eindruck, dass er Kısakürek mehr lobt als kritisiert, jedoch sind die Analysen und das Fazit Çağrıcıs am Ende doch sehr eindeutig. Der Beitrag wurde zu Dokumentationszwecken aus dem Türkischen übersetzt:

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