Tagesspiegel-Causa: Die Moschee im Dorf lassen

Am 12. April 2017 ist der Beitrag “Die Moschee im Dorf lassen – DITIB und der türkische Einfluss” von Engin Karahan auf der Debattenplattform Causa des Tagesspiegels erschienen:

Die aktuell laufende Debatte um die Spitzelvorwürfe gegenüber der DITIB lassen andere muslimische Gemeinschaften in Deutschland nicht unbeeindruckt zurück. Die Vorwürfe beschränken sich zwar auf die DITIB, von den Auswirkungen sind aber auch Islamrat, VIKZ, ZMD und sogar die AABF betroffen. Das Land Niedersachsen hat die Staatsvertragsverhandlungen mit allen Landesvertretungen der Gemeinschaften eingestellt, das Land NRW lässt nach einer rechtlichen und soziologischen Begutachtung nun auch mögliche politische Implikationen begutachten – bei allen beteiligten Gemeinschaften.

Was innerhalb der DITIB zu Beginn noch als Beamtenübereifer und völlige Fehleinschätzung einiger Karrieristen hinsichtlich der Verantwortung als Religionsgemeinschaft in Deutschland begann, hat sich mittlerweile zu einer handfesten Struktur- und Daseinsdebatte über die DITIB und zu einer Loyalitäts- und Zugehörigkeitsdebatte mit Blick auf die türkischstämmigen Muslime in Deutschland entwickelt. Eine Entwicklung, zu der insbesondere das verworrene und intransparente Auftreten der DITIB-Führung einen großen Beitrag geleistet hat.

Hier geht es zum Beitrag auf Tagesspiegel.de

Religion ja, aber bitte nur in inkulturalisierten Dosen

Wenn sich die Skepsis in vielen Fällen eher gegen all das Religiöse richtet, das öffentlich sichtbar und nicht Teil der allgemeinen Folklore ist, dann wird der Aufklärungsdiskurs zu nichts anderem als zu neuem Frust führen. Denn noch vor der Aufklärung über den Islam bedarf es in solch einem Fall einer offenen Diskussion über die Rolle von Religion, Religionsfreiheit und das Aushalten von Differenz in der Gesellschaft.

Kalisch und Lüdemann – Wer lehren will muss glauben

“Mohammed-Leugner fürchtet um sein Leben”, “Kalisch passt dem Rat der Muslime nicht”, “Muslime beenden Zusammenarbeit mit Kalisch” und “Wer droht bekommt recht”; das waren nur einige der Titel, die im letzten Jahr Ende September im Fall Kalisch die Beiträge schmückten.

Muslimische Organisationen verurteilen Terror und Gewalt

Muslimische Verbände und Migrantenorganisationen haben heute in einer gemeinsamen Erklärung Terror und Gewalt verurteilt. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Nicht in unserem Namen! Muslimische Verbände gegen Terror und Gewalt

Mit Entsetzen und tiefer Abscheu verurteilen wir, die unterzeichnenden muslimischen Verbände und Migrantenorganisationen die versuchten Bombenattentate der letzten Tage und verwahren uns dagegen, dass diese Handlungen mit dem Islam gerechtfertigt werden sollten. Die mutmaßlichen Täter finden im Islam keine Rechtfertigung für solche Taten. Der Terror ist eine Bedrohung und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit. Der Qur`an sagt: “Wer einem unschuldigen Menschen das Leben nimmt, handelt so als ob er die gesamte Menschheit tötet” Sura 5 Vers 32.