Charlotte Wiedmanns Einwurf zur postkolonialen Kritik

Ein wichtiger Einwurf von Charlotte Wiedmann zur aktuellen Entwicklung der postkolonialen Kritik:

Gewiss: Menschen mit afrikanischen Wurzeln sollen in der Debatte über Kolonialismus eine vernehmbare Stimme haben. Aber ich halte es im Kampf für eine egalitäre Gesellschaft eher für eine Falle, wenn Hautfarbe zum Gradmesser von Betroffenheit wird und aus der Betroffenheit eine Art Deutungshoheit abgeleitet wird. Niemand repräsentiert heute die einst Kolonisierten. Und ich habe außerhalb des weißen Europas zu viel Rassismus erlebt, um den Ausdruck People of Color für ein Synonym von Nicht-Rassist oder Nicht-Täter halten zu können.

Der vollständige Beitrag ist zu finden auf der taz: https://www.taz.de/!5441985/

Misstrauen in Gesetzesform – Zum Islamgesetz in Österreich

Es gibt “keinen sicheren Maßstab, loyale Moslims von fanatischen zu unterscheiden und kein sicheres Mittel, die ersteren loyal zu halten”. Hätte Carl Axenfeld diese Aussage nicht schon 1910 zum Kolonialkongress in Berlin geäußert, sie könnte im Vorfeld der Islamgesetz-Novelle in Österreich gefallen sein.  Denn ohne dieses Misstrauensmoment sind die Entwicklungen in dem Land mit der am längsten bestehenden, gesetzlich anerkannten muslimischen Gemeinschaft in Europa nicht nachvollziehbar.

In Deutschland werden Probleme mit der rechtlichen Integration der islamischen Gemeinschaften oft mit der fehlenden Anerkennung von muslimischen Strukturen – ob nun als Körperschaft oder in anderer Form – erklärt. Die Diskussion um die Reform des österreichischen Islamgesetzes zeigt jedoch, dass die Struktur- und Anerkennungsfrage kein Allheilmittel ist.

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Kirchenvertrag über die Errichtung der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe

Der Vertrag zwischen der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche (in Folgendem „Kirchen“ genannt) vom 15./22./30. Juli 1971 über die Errichtung der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe wird geändert und erhält folgende Fassung:

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Spiegel-Online berichtet über Schwesternmord? – Ist es ein Ehrenmord?

Ich habe mich heute bei der Lektüre von Spiegel-Online gewundert. SPON berichtete über einen Schwesternmord, ohne dass auch nur einmal der Begriff Ehrenmord genannt wurde. Schon der Titel war erstaunlich sachlich:

Bruder wegen Mordes an Schwester verurteilt

Dann fiel mir auf, woran das lag: Es waren keine Muslime, also konnte es schon per allgemein anerkannter Definiton kein Ehrenmord sein. Ehrenmörder sind grundsätzlich nur Türken, Araber oder allgemein Muslime. Nicht-Muslime erleben dagegen nur Familien-Tragödien.

Aus dem Bundestag: Weniger Haftungsrisiken für ehrenamtliche Vereinsvorstände

Berlin: (hib/CHE) Besondere zivilrechtliche Haftungsbegrenzungen für Vereinsvorstände belasten Vereine und deren Mitglieder erheblich und sind deshalb nicht im Sinne einer Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Zu dieser Feststellung kommt die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf des Bundesrates (16/10120). Mit diesem strebt die Länderkammer an, die Haftung von ehrenamtlich tätigen Vereinsvorständen zu begrenzen. Zur Begründung führt sie die nach bisher geltender Rechtslage “erheblichen Haftungsrisiken” an, die mit einer Übernahme einer solchen Leitungsfunktion verbunden seien, und die einer Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements deshalb im Wege stünden. Weiterlesen

Bin am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag

Samstag
11:00–13:00
Als Muslimin und Muslim in Deutschland leben
Zwischen Misstrauen und Akzeptanz
   
  Shibly Band, Hamburg (Musik)Manfred Kock, Präses i.R., Köln (Referent/in)Mona Naggar, Köln (Moderation)Dr. Lale Akgün MdB, Islambeauftragte, Berlin (Referent/in)

Dr. Martin Affolderbach, Oberkirchenrat, Hannover (Veranstaltungsleitung)

Murat Aslanoglu, Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialogs, Stuttgart (Referent/in)

Bernd Neuser, Pfarrer, Wuppertal (Moderation)

Dorothee Schaper, Köln (Anwalt des Publikums)

Seyfi Ögütlü, Köln (Anwalt des Publikums)

Erika Theißen, Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen, Köln (Referent/in)

Mürvet Öztürk, Alevitische Gemeinde Deutschland, Wetzlar (Referent/in)

Miyesser Ildem, Zentrum für islamische Frauenforschung und -förderung, Köln (Referent/in)

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke, Jurist, Münster (Referent/in)

Engin Karahan, Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, Köln (Referent/in)

Sprache: deutsch
Halle 3.2, Messegelände
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