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Engin Karahan

Projekt- und Politikberatung Gesellschaft Gemeinsam Gestalten
Auf Karahan.net finden Sie meine Beiträge, Vorträge und Publikationen zu den Themen Islam in Deutschland, Rassismus-Diskurs, NGO-Management, Politik- und Projektberatung.

Über mich

Aus der über 10-jährigen professionellen Arbeit in Migrantenselbstorganisationen und anderen Verbänden biete ich Ihnen nicht nur theoretisches Fachwissen, sondern auch einen breiten Fundus an praktischen Erfahrungswerten an.

Diese erstrecken sich von der professionellen Institutionalisierung bis hin zur Lösung praktischer, politischer und rechtlicher Fragen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Zusätzlich können Sie auf das breite Kompetenznetzwerk von Karahan Consulting aus erfahrenen Multiplikatoren und Experten zurückgreifen.

Politikberatung

Die gesellschaftliche Rolle von NGOs beschränkt sich in Deutschland nicht nur auf ihre jeweils spezifischen Tätigkeitsfelder. Als zivilgesellschaftliche Akteure nehmen NGOs eine immer wichtiger werdende Funktion auch in der politischen Landschaft ein. Sie sind regelmäßig Experten in ihren Bereichen und haben einen intensiven Zugang zu ihrer Basis. NGOs sind für die Politik geschätzte Fachexperten, deren Nähe gesucht wird.
06.04.2022
Lesezeit: 1 min

Moscheegemeinden in Deutschland und ihre historische Entwicklung

Historische Entwicklung Es war nicht unbedingt die islamische Theologie, sondern viel mehr die Arbeitsmigration nach Deutschland, die den wesentlichsten Einfluss auf die Form der muslimischen Institutionalisierung in Deutschland gehabt hat. Es gibt zwar vereinzelte muslimische Initiativen und Einrichtungen, die man als unabhängig von der Arbeitsmigration entstanden ansehen kann, nominell fallen diese jedoch für die Darstellung hier nicht besonders in Gewicht, dies soll jedoch nicht als Aussage hinsichtlich ihrer Bedeutung und Relevanz innerhalb der muslimischen Community verstanden werden.

Von Provisorien zu dauerhaften Strukturen

Entstehung und Entwicklung von Moschee-Gemeinschaften in Deutschland

Moscheegemeinden in Deutschland und ihre historische Entwicklung

Historische Entwicklung Es war nicht unbedingt die islamische Theologie, sondern viel mehr die Arbeitsmigration nach Deutschland, die den wesentlichsten Einfluss auf die Form der muslimischen Institutionalisierung in Deutschland gehabt hat. Es gibt zwar vereinzelte muslimische Initiativen und Einrichtungen, die man als unabhängig von der Arbeitsmigration entstanden ansehen kann, nominell fallen diese jedoch für die Darstellung hier nicht besonders in Gewicht, dies soll jedoch nicht als Aussage hinsichtlich ihrer Bedeutung und Relevanz innerhalb der muslimischen Community verstanden werden.

Der Status Quo der muslimischen Gemeinschaften

Die bestehenden muslimischen Gemeinschaften sind bisher noch als eingetragene Vereine organisiert. Gemeinschaften wie die DITIB, die IGMG, der VIKZ, die ATIB, die IGDB oder die IGD sind jedoch nach dem eigenen Verständnis aber auch aus ihrem Wirken heraus als Religionsgemeinschaften anzusehen. Rechtlich-Politische Problematik Die bestehenden muslimischen Gemeinschaften sind bisher noch als eingetragene Vereine organisiert.

Möglichkeit und Notwendigkeit der Zusammenarbeit von muslimischen Gemeinschaften

Die unterschiedlichen muslimischen Gemeinschaften stehen hinsichtlich der rechtlichen und gesellschaftlichen Partizipation des Islams in Deutschland vor ähnlichen Herausforderungen. Aufgrund des unterschiedlichen Grades der Institutionalisierung und Professionalisierung wurden sie bis Ende der 90er Jahre mit diesen Fragen jedoch zu unterschiedlichen Zeiten konfrontiert. Die Fokussierung auf muslimische Gemeinschaften in der Religionspolitik spätestens seit Mitte der 2000er Jahre und die zusätzliche Aufnahme der Integrations- und Sicherheitspolitik in diese Debatte hat zu einem Nivellierungs-, oder zumindest einem beschleunigtem Weiterentwicklungsdruck geführt.

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Projektberatung

Im Zusammenspiel von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern gewinnt die projektorientierte Arbeitsweise an immer größerer Bedeutung. Gerade die Öffnung von Wohlfahrtsstrukturen für breitere zivilgesellschaftliche Akteure erfordert eine weitergehende Professionalisierung bei der Umsetzung von Wohlfahrtsprojekten. Aber auch die Voranschreitende Professionalisierung zahlreicher noch junger NGOs macht den Einsatz von Projektmanagement-Lösung notwendig. Wir unterstützen Sie bei Ihren Projekten von der Konzeption bis zur Realisierung.
06.04.2022
Lesezeit: 1 min

Der Status Quo der muslimischen Gemeinschaften

Die bestehenden muslimischen Gemeinschaften sind bisher noch als eingetragene Vereine organisiert. Gemeinschaften wie die DITIB, die IGMG, der VIKZ, die ATIB, die IGDB oder die IGD sind jedoch nach dem eigenen Verständnis aber auch aus ihrem Wirken heraus als Religionsgemeinschaften anzusehen. Rechtlich-Politische Problematik Die bestehenden muslimischen Gemeinschaften sind bisher noch als eingetragene Vereine organisiert.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Im Zusammenspiel von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern gewinnt die projektorientierte Arbeitsweise an immer größerer Bedeutung. Gerade die Öffnung von Wohlfahrtsstrukturen für breitere zivilgesellschaftliche Akteure erfordert eine weitergehende Professionalisierung bei der Umsetzung von Wohlfahrtsprojekten. Aber auch die Voranschreitende Professionalisierung zahlreicher noch junger NGOs macht den Einsatz von Projektmanagement-Lösung notwendig. Wir unterstützen Sie bei Ihren Projekten von der Konzeption bis zur Realisierung.
06.04.2022
Lesezeit: 1 min

Möglichkeit und Notwendigkeit der Zusammenarbeit von muslimischen Gemeinschaften

Die unterschiedlichen muslimischen Gemeinschaften stehen hinsichtlich der rechtlichen und gesellschaftlichen Partizipation des Islams in Deutschland vor ähnlichen Herausforderungen. Aufgrund des unterschiedlichen Grades der Institutionalisierung und Professionalisierung wurden sie bis Ende der 90er Jahre mit diesen Fragen jedoch zu unterschiedlichen Zeiten konfrontiert. Die Fokussierung auf muslimische Gemeinschaften in der Religionspolitik spätestens seit Mitte der 2000er Jahre und die zusätzliche Aufnahme der Integrations- und Sicherheitspolitik in diese Debatte hat zu einem Nivellierungs-, oder zumindest einem beschleunigtem Weiterentwicklungsdruck geführt.

NGO Management

Ein sich stetig veränderndes Umfeld, aber auch die steigenden Ansprüche von NGOs an sich selbst, sie stellen diese vor die stete Herausforderung der weitergehenden Professionalisierung. Strategien, Strukturen und Mitarbeiter müssen sich immer weiter entwickeln und neuen Anforderungen gerecht werden. Wir bieten Ihnen von der Situationsanalyse bis hin zur Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen eine breite Palette an Möglichkeiten, um das Potential ihrer Organisation besser auszuschöpfen.
06.04.2022
Lesezeit: 1 min

Zukunftsperspektiven für die muslimische Verbandslandschaft in Deutschland

Einzelkörperschaften mit punktueller Zusammenarbeit Es ist noch weitgehend ungeklärt, in welche Richtung sich die Institutionalisierung der muslimischen Verbandslandschaft weiter entwickeln wird. Zwei Optionen scheinen dabei nahe liegend zu sein: die getrennte Erlangung des Körperschaftsstatusses durch mehrere Gemeinschaften oder die Etablierung gemeinsamer Religionsgemeinschaften auf der Landesebene, die wiederum die Körperschaftsfunktion erfüllen sollen.

Trägercoaching MSOs

Die voranschreitende interkulturelle Öffnung von Verwaltung und Zivilgesellschaft ermöglicht es immer mehr Migrantenselbstorganisationen (MSOs) aktiv am zivilgesellschaftlichen Leben auf der Kommunal-, Landes- und Bundesebene teilzunehmen. Durch ihren direkten Zielgruppenzugang und ihre Brückenfunktion zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus spielen diese MSOs eine bedeutende Rolle für gesellschaftliche Vielfalt und Kooperation. MSOs leisten in vielen Bereichen eine hervorragende Arbeit.
06.04.2022
Lesezeit: 2 min

Relaunch - Karahan.net komplett überarbeitet

Seit 2007 und damit 15 Jahren läuft karahan.net auf dem CMS-System Wordpress. Wordpress war zu Beginn ein recht einfaches, leicht zu handhabbares Blog-System, das sich mittlerweile zu einem mächtigen Allrounder im Bereich der Web-Content-Präsentation gemausert hat. Die stetigen Funktionserweiterungen führten jedoch auch zu einer Überfrachtung, die für mich jedoch der Grund waren, nach einer Alternative für den technischen Unterbau meiner Webseite zu suchen.
30.05.2022
Lesezeit: 3 min

Frankreichs Islampolitik führt zu Spannungen in der IGMG

In Deutschland ist der Diskurs um die Statusfrage der muslimischen Gemeinschaften weitgehend eingeschlafen. Die Islampolitik der neuen Ampel-Koalition nimmt noch Form an. Von muslimischer Verbandsseite kommen so gut wie keine Debattenbeiträge, selbst bei höchsteigenen Themenstellungen. In Frankreich dagegen sorgt in den letzten zwei Jahren ein klarer Kurs des in Religionsfragen zuständigen Innenministers Darmanin für immer neue Entwicklungen in der französisch-muslimischen Verbandslandschaft.
22.03.2022
Lesezeit: 5 min

IGMG ohne “Milli Görüş” - Fakt oder Fiktion?

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hatte die IGMG (Islamische Gemeinschaft Milli Görüş) noch ein #WeRemember-Sharepic in ihren sozialen Medien geteilt, am nächsten Tag meldet die Welt jedoch die Entlassung eines Imams der IGMG wegen der Verbreitung von antisemitischen Inhalten. Der Imam der Bonner Gemeinde hatte auf seinem Instagram-Kanal bereits im Mai 2021 in einem selbst veröffentlichten Video zutiefst antisemitische Aussagen verbreitet.
28.01.2022
Lesezeit: 4 min

Frankreich spricht mit der muslimischen Basis

Nach Konflikten um die “Charta der republikanischen Werte” und Spionagevorwürfen im CFCM sucht das französische Innenministerium den direkten Dialog mit der muslimischen Basis und den Moscheegemeinden. Der Schritt kam nicht unerwartet und zeichnete sich schon länger ab. Das französische Innenministerium, verantwortlich für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften im Land, umgeht die nationalen Verbandsspitzen der muslimischen Verbandslandschaft und sucht den direkten Kontakt zur muslimischen Basis und den Moscheegemeinden.
10.12.2021
Lesezeit: 5 min

Islam-/Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus

Islamfeindliche Ressentiments nehmen seit den Anschlägen vom 11. September 2001 rapide zu. Islam- und Muslimfeindlichkeit ist dabei nicht nur ein Phänomen gesellschaftlicher Randgruppen, sondern ist bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Diese Entwicklung ist nicht nur auf Deutschland begrenzt. In vielen europäischen Ländern nimmt die Ablehnung gegenüber dem Islam als Religion und Musliminnen und Muslimen als Individuen zu.
31.08.2021
Lesezeit: 1 min
AmR

Vorstandskrise am Vorabend der IGMG Generalversammlung

Fast völlig unbemerkt von der eigenen Basis und fernab jeglicher öffentlicher Aufmerksamkeit sollte die Generalversammlung der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) am 30.05.2021 stattfinden. Die Generalversammlung war wichtig, da der Vorstand um den Vorsitzenden Kemal Ergün sich um eine dritte Vorstandsperiode “bewerben” wollte. “Bewerben” in Anführungszeichen, weil Kemal Ergün wieder einmal ohne Gegenkandidaten für den Vorsitz antreten wird.
31.05.2021
Lesezeit: 8 min

Wo ist meine Moschee?

Die Kritik und die Empörung über die Islam-Landkarte in Österreich hat ihre Berechtigung. Das öffentliche Kategorisieren von Moscheen ohne die Möglichkeit eines Zuwortkommens der Betroffenen mag zwar die Funktion eines öffentlichen Prangers erfüllen, wird aber dem Anspruch einer wissenschaftlich sauberen Arbeit nicht gerecht. Es ist der Charakter eines offiziösen Markierungsregisters, die wahrscheinliche Konsequenzlosigkeit von bewusst oder unbewusst verbreiteten Falschinformationen und – einordnungen, die Simulation von Sachlichkeit und Objektivität bei gleichzeitiger Oberflächlichkeit hinsichtlich der tatsächlich vorhandenen Sorgenkinder innerhalb der muslimischen Community, das sind nur einige Punkte, die mich an dieser “Islam-Landkarte” stören.
28.05.2021
Lesezeit: 5 min

Glauben oder Eindeutigkeit

Wenn die „Verteidigung der Religion“ einem den Glauben kostet Hidayet Ş. Tuksal schrieb letzte Woche über ein „Erdbeben im konservativen Milieu“ in der Türkei. Konkret geht es um eine persönliche Erklärung von Talha Hakan Alp, eines bis dahin als konservativ-muslimisch bekannten Gelehrten, der sich nicht nur von seinen bisherigen Positionen distanziert, sondern auch seine Glaubenszweifel öffentlich machte.
12.04.2021
Lesezeit: 7 min

Französische Revolution in der IGMG - eine IGMG, viele Gesichter?

Der Diskurs über Islam und Muslime in Deutschland und anderen europäischen Staaten nimmt in diesen bewegten Zeiten nicht an Intensität ab. Die Zahl der Beiträge wird zwar mehr, nicht jedoch unbedingt die Zahl der Wortmeldungen auf Seiten der muslimischen Gemeinschaften. Für Öffentlichkeit und Medien ist es aktuell eher schwierig, überhaupt an O-Töne von Vertretern der muslimischen Gemeinschaften zu kommen.
21.11.2020
Lesezeit: 7 min

Transformationsprozess im Rückwärtsgang?

Es sind nun über sechs Jahre her, seit ich keinen Bezug mehr zur IGMGhabe. Lange genug, um sich nun doch wieder einmal anzuschauen, wie es um den dominanten Diskurs innerhalb der Gemeinschaft steht. Aufgrund der mittlerweile sehr spärlichen öffentlichen Positionierungen und Stellungnahme des Verbandes werde ich dabei auf zwei Publikationen aus dem Eigenverlag des Verbandes zurückgreifen.
18.10.2020
Lesezeit: 3 min

Angriff auf Moschee - was tun?

Die Angriffe auf Moscheen in den letzten Wochen haben für unterschiedliche Diskussionen gesorgt, ob es sich bei den betroffenen Moscheen um türkische oder deutsche Einrichtungen handelt, welche Rolle Medien und Politik dabei spielen usw. Eine Frage blieb dabei unbeantwortet: Was können die betroffenen Moscheegemeinden tun und wie können sich die Gemeinden im Allgemeinen auf solch einen Vorfall vorbereiten?
01.08.2020
Lesezeit: 6 min

Muslimische Perspektiven auf Jugendpräventionsarbeit in Deutschland - Hindernisse, Bedenken und Möglichkeiten

Im Rahmen des Projektes »Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus« wurden im Laufe der Projektzeit (2015-2019) wissenschaftliche Artikel zu unterschiedlichen Fragestellungen in Auftrag gegeben, die unmittelbar der Projektarbeit entsprangen. Vor diesem Hintergrund lieferten die Artikel konzeptionelle und/oder theoretische Erkenntnisse, die die Arbeit des Präventionsnetzwerks grundlegend beeinflussten. Einen dieser Beiträge stellt eine von Engin Karahan Anfang des Jahres 2016 verfasste Kurz-Expertise dar, die auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Vertretern muslimischer Gemeinschaften, deren Perspektiven und Eindrücke auf Jugendpräventionsarbeit in Deutschland erfassen, systematisieren und fachkundig verständlich machen soll.
28.07.2020
Lesezeit: 1 min

Hagia Sophia – die “kostspielige Rechnung”

Noch vor einem Jahr bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Forderung nach der Umwandlung der Hagia Sophia als eine Rechnung, “dessen Kosten für uns zu hoch” wären. Mittlerweile müssen sich die Rechnungspositionen dermaßen verschoben haben, dass selbst ein solch “kostspieliger” Schritt für das politische Weiterbestehen notwendig erscheint. Gebaut wurde die Hagia Sophia im 6.
15.07.2020
Lesezeit: 7 min

Çağrıcı „Necip Fazıl – ein Mensch der Ideologie“

Necip Fazıl Kısakürek (geb. 1904) ist in der Türkei nicht erst mit der AKP-Regierungszeit zu Ruhm gekommen, zumal er bereits 1983 verstarb. Aber wohl kaum in einer anderen Phase des Landes war NFK, wie er gerne abgekürzt wird, mit seinem Werk so wirkmächtig, wie in den letzten fast 20 Jahren. Seine Rezeption ist in konservativen Kreisen weit verbreitet, selbst der Präsident hat in seinen Reden immer wieder einen passenden Vers parat.
26.02.2020
Lesezeit: 5 min

Nach Thüringen – als Muslim jetzt erst recht

Dieser Beitrag erschien erstmals am 06. Februar 2020 in der Rubrik “Resonanzraum” der Alhambra Gesellschaft e.V. “Das kann nicht sein, das können die nicht gemacht haben!”, so lautet die mildeste Reaktion in meinem Umfeld auf die Wahl des FDP-5%-Kandidaten Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen, und zwar mit der vollen Unterstützung der AFD- Fraktion hinter dem Nazi Höcke.
06.02.2020
Lesezeit: 3 min

Episode 5 - Alle Jahre wieder...

**Alle Jahre wieder… die Weihnachtsepisode der Dauernörgler ** In dieser Episode zum Jahresausklang gehen die Dauernörgler den Fragen nach: Was machen die Muslime mit dem Weihnachtsfest und was macht das Weihnachtsfest mit den Muslimen? Und ist man automatisch getauft, wenn es beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt regnet? (Intro: revolt, Produced by White Hot)
19.12.2019
Lesezeit: 1 min

Episode 4 - Wir über uns

In dieser Episode werden die Dauernörgler persönlich. Was man über die Dauernörgler zu wissen glaubt und wer sie wirklich sind. Diesen Fragen wollen sie sich in der vierten Episode widmen. Wie haben sich die Dauernörgler kennengelernt? Und warum haben sie so viel Spaß am Dauernörgeln? Die Dauernörgler podcasten diesmal hinter die eigenen Kulissen.
07.12.2019
Lesezeit: 1 min

Episode 3 - Imame "Made in Germany"?

Ausländische Religionsbedienstete und damit auch Imame sollen künftig bei ihrer Einreise Deutschkenntnisse vorweisen. Ein Trägerverein in Osnabrück soll mit Förderung des Bundesinnenministeriums Imame in Deutschland ausbilden. Diese Entwicklungen der letzten Tage haben das Thema Imame und Imamausbildung in Deutschland wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Im Dauernörgler-Podcast stellen wir die Fragen nach historischer Entwicklung, Bedarfen in den Gemeinden und tatsächlichen Zuständen.
24.11.2019
Lesezeit: 1 min

Episode 2 - Wir ersticken an Identitäten

Wer sind “Wir”? Was bedeutet es, Deutscher oder Türke usw. zu sein? Was bedeutet “nationale Identität” und kann es eine “deutsche Normalität” geben? Kann man sich nur glücklich schätzen, wenn man Deutscher, Türke oder Araber ist? Diesmal diskutieren die Dauernörgler über Identitäten, Nationen und eine Kultur der Erinnerung. Über den Dauernörgler-Podcast Im Dauernörgler-Podcast finden Sie Gespräche über das Zeitgeschehen aus muslimischer Perspektive.
01.11.2019
Lesezeit: 1 min

Episode 1 - Muslimische Organisationen in Deutschland

Zwischen Selbstwahrnehmung und Wirklichkeit Innenansichten – darum geht es den Dauernörglern. In dieser Auftaktfolge ermöglichen die Dauernörgler einen Einblick in die ambivalente Selbstwahrnehmung innerhalb der muslimischen Organisationen und ihre Wirkung im gesellschaftlichen Diskurs. Die Dauernörgler ermöglichen neue Ansichten und neue Perspektiven auf den organisierten Islam in Deutschland. Über den Dauernörgler-Podcast Im Dauernörgler-Podcast finden Sie Gespräche über das Zeitgeschehen aus muslimischer Perspektive.
26.10.2019
Lesezeit: 1 min

KRM-Erweiterung – Befreiungsschlag oder Verzweiflungstat?

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) plant eine Erweiterung, dies wurde in einer überraschenden Pressemitteilung heute bekannt gegeben. Neben den bisher tragenden vier Verbänden DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD sollen nun auch marokkanische, bosnische und albanische Gemeinden Mitglied des Gremiums werden. Damit würde sich das Gremium seit seiner Gründung vor über 12 Jahren strukturell erstmals maßgeblich verändern.
11.06.2019
Lesezeit: 4 min

Interne Herausforderungen und Entwicklungspotentiale muslimischer Jugendarbeit

Die muslimische Jugendarbeit ist in einem Transformationsprozess. Einerseits diversifiziert sie sich in ihrer institutionellen Ausgestaltung, andererseits etabliert sich immer mehr die Wahrnehmung der muslimischen Jugendarbeit als die Erfüllung einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Dabei kommen sowohl auf Akteure der muslimischen Jugendarbeit als auch Vertretern von Verwaltung und Politik neue Herausforderungen zu. In Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten unterschiedliche Formen der muslimischen Jugendarbeit entwickelt.
06.05.2019
Lesezeit: 4 min

Umbruch an der Basis – Neue islamische Akteure

Die etablierten Moscheegemeinden wandeln sich. Daneben gibt es neu entstehende soziale Einrichtungen und Träger, deren Akteure zwar eine religiöse Motivation haben, ohne jedoch Religionsgemeinschaft oder religiöser Verein sein zu wollen. (Erstmals erschienen in Herder Korrespondenz, September 2018, S. 16-18, [PDF]) Die muslimische Verbandslandschaft in Deutschland steht aktuell unfreiwillig vor dem größten Umbruch seit ihrem Entstehen vor fast 60 Jahren und den Familienzusammenführungen in den Achtzigerjahren.
04.05.2019
Lesezeit: 9 min

Aktiv gegen Islamfeindlichkeit und Antimuslimischen Rassismus - Akteure und Herausforderungen

Neue Publikation der “CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit” von Engin Karahan und Eren Güvercin Die Phänomene Islam- und Muslimfeindlichkeit und Antimuslimischer Rassismus erfahren trotz zunehmender Islam- und Muslimfeindlichkeit in Deutschland und in Europa insgesamt noch eine mangelhafte Wahrnehmung – sowohl von medialer, politischer als auch von gesellschaftlicher Seite her.
15.04.2019
Lesezeit: 2 min
AmR

Repräsentanz und Inhalte in der muslimischen Verbandslandschaft

Ein grundsätzliches Problem der muslimischen Community ist, dass Repräsentanz nicht immer mit Inhalten ausgefüllt wird. Kooperationspartner und behördliche Gesprächspartner klagen dann immer wieder, dass man mit muslimischen Vertretern zusammenkommen und sich gut unterhalten kann, aber inhaltlich kaum ein Input kommt. Auch als Community bekommen wir aber immer seltener mit, ob und welche Positionen es von Verbandsseite zu Themen gibt, die uns alle betreffen.
31.01.2019
Lesezeit: 2 min

Nur ein Gefühl der Genugtuung und einige hassende Jugendliche mehr

Ich muss gestehen, ich blicke gerade auch nur noch mit Erstaunen auf den aktuell laufenden Özil-Diskurs und denke mir “Leute, was geht da vor”. Meine Verwirrung speist sich dabei aus der Frage, was aus den ganzen Jugendlichen werden soll, die diese Debatte mitbekommen. Und mich wundert es, wer alles in den #dankeMesut Modus einsteigt.
24.07.2018
Lesezeit: 4 min

Eingesperrt in der türkischen Diaspora

Die Verwendung des Begriffs „türkische Diaspora“ im türkisch-deutschen Kontext hat nicht einmal eine lange Geschichte. Gerade sechs bis sieben Jahre sind es her, dass der Begriff im türkischsprachigen Diskurs in Deutschland vermehrt auftauchte. So propagierte der damalige Leiter der Abteilung für Verbandskommunikation und spätere Generalsekretär der IGMG, der heutige AKP-Abgeordnete Mustafa Yeneroğlu, die Verwendung dieses Begriffes – eher im verbandsinternen Alleingang – als eine selbstgewählte Selbstbeschreibung des türkischstämmigen Migranten in Deutschland und Europa.
16.07.2018
Lesezeit: 5 min

Waffen gestalten nicht, sie schaffen Fakten, Tote, Verletzte und perpetuiertes Leid

Kann es nur exakt zwei Haltungen zu Afrin geben, die eine türkisch, die andere kurdisch, und jeder hat sich auf eine Seite zu schlagen? Der gesunde Menschenverstand würde wohl in jedem anderen Fall sagen: Quatsch, es gibt kein schwarz und weiß. Hier scheint das unmöglich zu sein. Gerade in der türkischstämmigen Community scheinen wir mittlerweile epistemisch in dermaßen unterschiedlichen Welten zu leben, dass die Grundlage für ein Verstehen immer mehr abhanden kommt.
01.02.2018
Lesezeit: 3 min

Inner-Community Krisenbewältigung, gibt es so etwas?

Durch die muslimische Community in den USA scheint aktuell gerade ein Hurrikan durch zu fahren (für einen ersten Überblick siehe hier: Navigating the Nouman Ali Khan scandal). Hier bekommt man von der ganzen Debatte zwar nur Bruchstücke mit, aber der gesamte Diskurs ist schon faszinierend. Dabei geht es mir gar nicht darum, wer Recht haben könnte.
04.10.2017
Lesezeit: 2 min

Und dann öffnet sich die Moschee doch nur einen Tag

Noch sitzt den meisten Muslimen der Schock der Wahlnacht in den Knochen. Eine offen islamfeindliche und rechtsextreme Partei hat den Einzug in den Bundestag geschafft. Islamfeindliche Positionen sind damit nicht mehr nur auf die Profilierungsbedürfnisse der Rechtsaußen-Flügel der Parteien beschränkt, sie bekommen mit der AfD nun auch eine fraktionell-institutionalisierte Stimme.
02.10.2017
Lesezeit: 7 min

Studie - Muslime fühlen sich Europa zugehörig – ein Kommentar

Die zweite Erhebung der Europäischen Union zu Minderheiten und Diskriminierungen vermittelt Hoffnung und Sorge zugleich. Sorge, weil das Problem von Diskriminierungen von Minderheiten zwar eine gesamtgesellschaftliche Relevanz hat aber noch immer keine gesamtgesellschaftliche Beachtung findet. Hoffnung vermittelt sie, weil zumindest die Mehrheit der Betroffenen von diesen Erfahrungen nicht ihr Zugehörigkeitsgefühl in das hier und jetzt abhängig machen.
21.09.2017
Lesezeit: 4 min

Eine Herausforderung für die Muslime in Deutschland – Die aktuelle Flüchtlingssituation

Erstmals erschienen in der “Junge Kirche, 2/16, S. 28-29 Die Frühgemeinde des Islams kannte das Phänomen der Flucht nur zu gut. Drei Mal versuchten die ersten Muslime in Mekka der allgegenwärtigen Unterdrückung der eigenen Stammesbrüder zu entgehen. Zwei Mal brachen jeweils kleinere Gruppen von Muslimen in das christliche Abessinien auf und suchten dort Zuflucht bei dessen christlichen Herrscher.
06.09.2017
Lesezeit: 5 min

In welcher Sprache welche Debatte führen?

Wächst man in einem mehrsprachigen Umfeld auf, in dem sehr viele Menschen jeweils Zugang zu einer der beiden Sprachen oder sogar beiden Sprachen haben, stellt sich schonmal die Frage, in welcher Sprache eine bestimmte Debatte geführt werden müsste. Manchmal kann man bestimmte Diskussionen mit Blick auf die Zielgruppe und die besondere Fokussierung auf einen milieuspezifischen Zusammenhang nur in einer Sprache führen.
06.09.2017
Lesezeit: 3 min

Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit muslimischer Religionsgemeinschaften

Die letzten Monate waren für Vertreter der muslimischen Gemeinschaften nicht sehr einfach. Die Krisen gaben sich an der Verbandspforte die Klinke in die Hand. Betroffen von den einzelnen Krisen waren dann am Ende auch wieder alle zusammen. Das Getrieben-Sein ist jedoch nicht unbedingt ein “fremdgesteuerter” Zustand, vielmehr entstand und entsteht noch weiterhin der Eindruck, dass die Gemeinschaften sich am liebsten noch selbst ein Bein stellen.
06.06.2017
Lesezeit: 4 min

Die Moschee im Dorf lassen – DITIB und der türkische Einfluss

Die aktuell laufende Debatten um die Spitzelvorwürfe gegenüber der DITIB lassen andere muslimische Gemeinschaften in Deutschland nicht unbeeindruckt zurück. Die Vorwürfe beschränken sich zwar auf die DITIB, von den Auswirkungen sind aber auch Islamrat, VIKZ, ZMD und sogar die AABF betroffen. Das Land Niedersachsen hat die Staatsvertragsverhandlungen mit allen Landesvertretungen der Gemeinschaften eingestellt, das Land NRW lässt nach einer rechtlichen und soziologischen Begutachtung nun auch mögliche politische Implikationen begutachten – bei allen beteiligten Gemeinschaften.
09.05.2017
Lesezeit: 5 min

Zu viel Islam? – Der Islamdiskurs als überladene Ersatzdebatte

Krippenspiel und Weihnachtsmarkt Auch wenn es in diesem Vortrag um den Islam gehen soll, will ich erst einmal mit etwas Nicht-Islamischem beginnen: einem Krippenspiel. Die Luthergemeinde in Worms will in der zurückliegenden Vorweihnachtszeit ein Krippenspiel auf dem Weihnachtsmarkt aufführen. An sich nichts Besonderes. Diese Aufführung unterscheidet sich jedoch etwas von den Traditionellen.
12.05.2015
Lesezeit: 8 min

Misstrauen in Gesetzesform – Zum Islamgesetz in Österreich

Es gibt “keinen sicheren Maßstab, loyale Moslims von fanatischen zu unterscheiden und kein sicheres Mittel, die ersteren loyal zu halten”. Hätte Carl Axenfeld diese Aussage nicht schon 1910 zum Kolonialkongress in Berlin geäußert, sie könnte im Vorfeld der Islamgesetz-Novelle in Österreich gefallen sein. Denn ohne dieses Misstrauensmoment sind die Entwicklungen in dem Land mit der am längsten bestehenden, gesetzlich anerkannten muslimischen Gemeinschaft in Europa nicht nachvollziehbar.
11.03.2015
Lesezeit: 3 min

Notfallbegleitung für Muslime oder mit Muslimen?

Vor der Frage, wie denn Notfallbegleitung für Muslime aussehen kann, muss erst die Frage beantwortet werden, ob denn Muslime überhaupt einer Notfallbegleitung bedürfen. Angesichts der weitestgehenden Abwesenheit dieses Begriffes im inner-muslimischen Diskurs dürfte dies eine berechtigte Frage sein: Brauchen Muslime überhaupt so etwas wie eine institutionalisierte Notfallbegleitung. Gesellschaften stehen im stetigen Wandel, und nicht immer geht ein bewusstes selbstverursachtes Umdenken Veränderungen voran.
12.01.2015
Lesezeit: 6 min

Religion ja, aber bitte nur in inkulturalisierten Dosen

Von einem tragischen zeitlichen Zusammenfall kann man sprechen, wenn derzeit in Dresden tausende Demonstranten regelmäßig mit einer guten Portion Angstmacherei und Vorurteilen über den Islam auf die Straße gehen und in Worms die Aufführungen eines originellen Krippenspiels von der Stadtverwaltung untersagt und das Verbot nun in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Mainz bestätigt wird.
17.12.2014
Lesezeit: 2 min

Akzeptiert statt toleriert – Toleranz und deutsches Recht – Pluralismus im deutschen Recht

Toleranz und Pluralismus als Verfassungsprinzip Dem Grundgesetz ist der Toleranzbegriff als Denk- und Handlungsnorm immanent. Ausstrahlend vom Grundgesetz wird die gesamte Rechtsordnung vom Toleranzgedanken durchzogen. Als Verbot des Übermaßes und Gebot der Verhältnismäßigkeit durchzieht der Toleranzgedanke unausgesprochen die gesamte Rechtsordnung. (Fritz Werner) Die prinzipielle Ausrichtung des Grundgesetzes am Toleranzbegriff kann an zwei Beispielen aufgezeigt werden: Am Gleichbehandlungsgrundsatz und an der Religionsfreiheit.
01.12.2014
Lesezeit: 9 min

Dialogforum Islam in Österreich und IGGiÖ – Stellungnahme und Kritik

Im 100. Jahr des Islamgesetzes haben der Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Dr. Fuat Sanaç Ende Jänner (Januar) 2012 ein „Dialogforum Islam“ eröffnet. Als Zielvorstellung des Forums wird die Etablierung einer „Dialogplattform mit Musliminnen und Muslimen“ und eines Dialogprozesses, „um die Fragen des Zusammenlebens zu thematisieren und Maßnahmen vorzuschlagen“ genannt (S.
10.06.2013
Lesezeit: 9 min

Islamische Theologie an deutschen Universitäten

Die Problematik der fehlenden Vertretung der muslimischen Gemeinschaften Die Diskussion um die Gründung und Etablierung von islamisch-theologischen Fakultäten ist mit dem schwelenden Streit um die Beiratsbesetzung in Tübingen und jetzt auch in Münster wieder stärker in den Vordergrund getreten. Das Bundesforschungsministerium hat im November 2012 der Universität Münster mitgeteilt, dass es Einwände gegen einen Vertreter im Beirat des islamisch-theologischen Zentrums gibt – zusammen mit dem obligatorischen Hinweis, dass von der Berücksichtigung dieses Einwandes die finanzielle Förderung des Zentrums abhängig gemacht wird.
25.02.2013
Lesezeit: 7 min

Berliner Beschneidungsregelung geht fehl

Die Berliner “Zwischenlösung” zur Beschneidung von muslimischen und jüdischen Kindern geht definitiv fehl. Auch wenn sie gut gemeint sein dürfte, kann die Regelung Beschneidungen faktisch unmöglich machen. Danach soll von der strafrechtlichen Verfolgung von Beschneidung grundsätzlich abgesehen werden, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: Beide Elternteile bzw. die Sorgeberechtigten willigen schriftlich ein, nachdem sie ausführlich über die gesundheitlichen Risiken des Eingriffs aufgeklärt wurden.
06.09.2012
Lesezeit: 2 min

Kein sicherer Maßstab, um loyale Moslims von fanatischen zu unterscheiden?

Bei der Lektüre von Levent Tezcans „Das muslimische Subjekt“ hat mich eine Passage ganz besonders an eine aktuelle Debatte erinnert. Erst einmal die Textpassage aus Tezcans interessantem Werk und im Anschluss einige Gedanken dazu. In einem Kapitel zitiert Tezcan zur Veranschauung immer wieder aus Papieren der Kolonialkongresse Anfang des 20. Jahrhunderts.
07.06.2012
Lesezeit: 4 min

Imamausbildung in Deutschland – Notwendigkeit und Probleme

Mit viel Eifer und Interesse wird das Thema Imam-Ausbildung seit einigen Monaten in Deutschland diskutiert. Die Frage nach der Notwendigkeit wird in diesen Debatten zu Recht nicht mehr gestellt. Nach neuesten Angaben leben über 4,5 Millionen Muslime in Deutschland, viele werden in über 2000 Moscheegemeinden unterschiedlicher Größe betreut. Schon die Versorgung dieser Gemeinden ist heute mit einem recht großen organisatorischen Aufwand verbunden, bei dem es darum geht, mitunter zahlreiche Unbekannte zu meistern.
24.11.2010
Lesezeit: 8 min

Erwartungen an den Islamischen Religionsunterricht in den Schulen

Schon im Jahr 1979 erließ das Kultusministerium Nordrhein-Westfalen einen ersten Erlass zum „Islamischen Religionsunterricht“. Das Landesinstitut für Curriculum-Entwicklung wurde damals vom Land damit beauftragt, ein Werkstattseminar über Inhalte eines möglichen islamischen Religionsunterrichts durchzuführen. Zwanzig Jahre sind nun vergangen und auch heute ist die Einrichtung eines verfassungskonformen Religionsunterrichts nicht gesichert. In zahlreichen Bundesländern gibt es Modellversuche unter unterschiedlichen Namen, mit unterschiedlichen Beteiligungen.
22.07.2010
Lesezeit: 6 min

Antidiskriminierungsarbeit braucht die gesellschaftliche Mitte

Haben Sie schon von dem Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gehört? Überhaupt schon einmal etwas von dieser Behörde gehört? Nein, dann dürfte es Ihnen wie der Mehrheit der deutschen Bevölkerung gehen. Sowohl Antidiskriminierungsarbeit, als auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) sind für die meisten Deutschen nichtssagende Begriffe. Diese Feststellung gehört mit zu den Ergebnissen eines Forschungsprojekts „Diskriminierung im Alltag“, das die ADS in Auftrag gegeben hat.
19.02.2010
Lesezeit: 6 min

Die Zeit der Ausländerbeiräte ist vorbei, Kommunalpolitik findet im Stadtrat statt

**„Der Ausländerbeirat kann sich mit Angelegenheiten der Gemeinde befassen.“ So heißt es in der nordrhein-westfälischen und ähnlich auch in anderen Gemeindeordnungen. Die Formulierung macht es deutlich – so richtig viel hat der Ausländerbeirat in den Gemeinden nicht zu sagen. Er ist in der Regel ein Beratungsgremium, das oft nur dann angehört wird, wenn die Belange von Ausländern betroffen sind.
28.05.2009
Lesezeit: 3 min

Der „tatsächliche Wertekonsens“ im Streit mit dem Pluralismus des Grundgesetzes

In die Integrationsdebatte fallen immer wieder neue Begriffe ein, die zweitweise die Diskussion zu bestimmen scheinen, dann aber nach einer gewissen Zeit in den Hades der verbrauchten Begriffe Eingang finden. Manche Begriffe scheint man aber nicht loswerden zu können. Immer dann, wenn man glaubt, sie wären wegen ihrer Inhaltsleere aus der Diskussion verschwunden, kommen sie unter einem anderen Gewand wieder zum Vorschein.
23.01.2009
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„Dialog“ mit den Sicherheitsbehörden und Literaturlisten

Einleitung Die Themen Sicherheit und Terrorismusprävention stellen heute immer noch Hauptpfeiler im Umgang mit den Muslimen und dem Islam in Deutschland dar. Ausgehend von den Terroranschlägen wie dem 11. September oder die Londoner und Madrider Anschläge, aber auch der Gott sei Dank missglückten wie den Kofferbombern, wird auf die Ängste in der Bevölkerung verwiesen und die Notwendigkeit, dem Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung gerecht zu werden, hervorgehoben.
12.01.2009
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Zahl der älteren Migranten in Deutschland steigt weiter an – Es fehlt an geeigneten Betreuungsmaßnahmen

Die durch die Arbeitsmigration nach Deutschland zugewanderten jungen und kräftigen „Gastarbeiter“ der ersten Generation werden zunehmend älter. Eine natürliche Entwicklung, die bei ihrer Anwerbung weder von ihnen, noch von den Anwerbern in Betracht gezogen worden ist . Beide gingen vielmehr von der Rückkehr in die Heimatländer aus. Es waren nicht nur die Bezeichnungen für diese „Arbeitskräfte“, die sich im Laufe der Zeit geändert haben; zunächst waren sie Fremdarbeiter, dann Gastarbeiter, später ausländischer Arbeitnehmer oder Migrant und mittlerweile auch häufiger Staatsbürger mit Migrationshintergrund.
16.10.2008
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Deutsches Ärzteblatt - Verbot der Beschneidung bei Juden und Muslimen

Im Deutschen Ärzteblatt wird in der August 2008 Ausgabe Ärzten empfohlen, keine religiös begründete Beschneidung bei muslimischen und jüdischen Jungen durchzuführen. „Wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht, sollte der Eingriff vom Arzt abgelehnt werden“, schreiben die Autoren Dietz/Stehr/Putzke. „Wir finden keinen Arzt mehr, der eine Beschneidung unseres Sohnes durchführen will.“ Diese Beschwerde wurde letzte Woche an die Antidiskriminierungsstelle der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs gerichtet.
29.09.2008
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Das europäische Kalifat und die Unmöglichkeit einer muslimisch-theologischen Debatte

Entsetzt dürften manche Christdemokraten reagiert haben, als sie die Nachricht auf „Welt Online“ lasen. In einem CDU-nahen europäischen Think-Thank soll tatsächlich ein Europa-Kalif gefordert worden sein, zusammen mit der Scharia und allem drum und dran. Besonders die selbsternannte CDU-Extremismusexpertin Kristina Köhler konnte ihre Empörung nicht verbergen. Cerić’s Forderungen würden darauf hinauslaufen, „dass alle Muslime in Europa unter einem gemeinsamen politischen und geistigen Führer und unter der Herrschaft der Scharia leben – und der Staat soll diese Parallelwelt auch noch per Vertrag garantieren”, sagte sie gegenüber Welt Online.
14.05.2008
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40 Hadithe von al-Nawawi - Die Innenansicht des Islams

In einer Zeit, in der viel und schlecht über den Islam und die Muslime diskutiert wird, tut es gut, ein Werk wie das vor kurzem im Verlag der Weltreligionen erschienene Werk „al-Nawawi: Das Buch der Vierzig Hadithe“ zu lesen. Mit der Entscheidung des namhaften deutschen Hauses Suhrkamp/Insel, einen solchen Verlag zu gründen, wird endlich die Möglichkeit geschaffen, durch detailliert kommentierte und neu übersetzte grundlegende Texte der Religionen – und eben auch des Islams – eine Innenansicht der jeweiligen religiösen Tradition zu gewinnen.
26.03.2008
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Integration ist Vertrauen, auch in Krisenzeiten

Es war eine traurige Woche, voll Trauer und Schmerz. Neun Menschen hat Ludwigshafen verloren; erstickt und verbrannt in einem grausamen Brand. Kinder waren es zumeist, die nicht vor den züngelnden Rauchschwaden fliehen konnten. Wie denn auch, hatten sie doch die schwächsten Körper und den jüngsten Lebensgeist in sich. Verwelkt sind sie, Rosen im Feuersturm gleich.
12.02.2008
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Mit Kuscheldialog kommen wir in der Integrationsdebatte nicht voran

Besonders wohl dürfte sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, beim diesjährigen Integrationsgipfel nicht gefühlt haben. Statt der wahrscheinlich erwarteten Dankbarkeit, überhaupt eingeladen zu sein, gab es diesmal Kritik, statt eines einträchtigen Bildes in den Medien einen Boykott der am ersten Gipfel beteiligten türkisch-stämmigen Verbände. Auch wenn die Veranstalter immer wieder darauf hingewiesen haben, dass die anderen 90 Teilnehmer anwesend waren – diejenigen um die es ihnen bei diesem Gipfel eigentlich ging, waren nicht dabei.
17.07.2007
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Journalismus schützt vor Unwissen nicht – Eine Analyse eines wahrhaft ahnungslosen Islam-Beitrags in der FAZ

Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem nicht ein Beitrag über den Islam in einer größeren Zeitung erscheint. Man möchte sich ja fast schon freuen, dass damit hoffentlich die allgemeine Wissenslücke über den Islam geschlossen wird. Das dürfte aber dem Beitrag von Regina Mönch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 16.02.2007 nicht vergönnt sein.
19.02.2007
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Tränen sind überall gleich

Es war eine angespannte Zeit. Oft genug standen sich Mekka und Medina auf dem Schlachtfeld gegenüber. Zuletzt in der Grabenschlacht vor Medina hatte Mekka wieder angegriffen. Aber jetzt hungerte Mekka. Eine Hungersnot hatte ihre Bewohner in ihrem erbarmungslosen Griff. Am heftigsten spürten dies wiederum die Ärmsten, die Schwächsten. Und es kam Hilfe in der Not, Medina hatte Nahrungsmittel aus dem verbündeten Jemen nach Mekka senden lassen; es war der Prophet (as), der es angeordnet hatte.
19.09.2005
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Speisevorschriften im Islam

Einführung Die Speisevorschriften des Islams gehören zweifellos zu den Vorschriften, die den Alltag des Muslims bestimmen und begleiten. Dennoch ist das Wissen und die Kenntnis über diese in den nicht-muslimischen Gesellschaftskreisen sehr gering. Selbst vielen Muslimen, die sich zumeist an die Vorschriften halten, sind deren Hintergründe unbekannt. Dies führt dann zu Missverständnissen und Falschinterpretationen und leider auch zu Falschanwendungen.
13.06.2004
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Neuer Kurs im Vatikan oder doch nur eine mediale Finte?

In den letzten Tagen wurde kaum eine religionsbezogene Meldung von der Presse so einstimmig wiedergegeben wie die neueste Instruktion des Vatikans “Erga migrantes caritas Christi” (Die Liebe Christi zu den Migranten). So reicht die Palette der angeschlagenen Titel von “Abgrenzung vom Morgenland” (Merkur), über “Vatikan warnt vor Ehe mit Muslimen” (taz), bis hin zu “Vatikan macht Front gegen den Islam” (Kurier).
19.05.2004
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Das Freitagsgebet – Ursprung, Bedeutung, Durchführung

Der Freitag – ein besonderer Tag Der Freitag ist zweifellos der wichtigste Wochentag im Leben des Muslims. Es stellt den Tag der Zusammenkunft und des besonderen gemeinsamen Gebets dar. Kein anderes Gebot des Islams wird so penibel, selbst von denen, die sagen würden, dass sie eher wenig mit Religion zu tun haben, befolgt, wie das Freitagsgebet.
05.04.2004
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Über Unterdrückungen und politische Symbole – Wenn die Befreier zu Unterdrückern werden

Es gibt im türkischen ein Sprichwort, auf Deutsch müsste es ungefähr lauten: “Nenne einen klugen Menschen vierzig Tage einen Idioten und er wird ein Idiot.” Über die “political correctness” eines solchen Sprichworts wollen wir gar nicht streiten, aber mir scheint, das sehr viele Medienvertreter und Politiker nun seit Wochen immer wieder mit ein und denselben Argumenten, die kaum einer ernsthaften Überprüfung standhalten können, unbewusst dem Geiste dieses Sprichworts nacheifern.
12.01.2004
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Wozu Dialog, wenn nur eine Seite spricht, die andere aber nicht zuhört – Muslime sind von christlichen Kirchen enttäuscht

Die christlichen Kirchen in Frankreich sprachen sich diese Woche gegen ein Kopftuch-Verbot aus. Auch hatten sich davor schon die jüdischen Gemeinden gegen ein Verbot gestellt. Eine Unterstützung solcher Art, konnten die Muslime in Deutschland von den hiesigen christlichen und jüdischen Vertretern nicht erfahren. Oder wie sollten Muslime Äußerungen des EKD-Ratspräsidenten Huber deuten, der an der Eignung von Frauen für den öffentlichen Dienst oder den Lehrberuf zweifelt, nur weil diese ein Kopftuch tragen.
14.12.2003
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