Muslimische Organisationen verurteilen Terror und Gewalt

Muslimische Verbände und Migrantenorganisationen haben heute in einer gemeinsamen Erklärung Terror und Gewalt verurteilt. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Nicht in unserem Namen! Muslimische Verbände gegen Terror und Gewalt

Mit Entsetzen und tiefer Abscheu verurteilen wir, die unterzeichnenden muslimischen Verbände und Migrantenorganisationen die versuchten Bombenattentate der letzten Tage und verwahren uns dagegen, dass diese Handlungen mit dem Islam gerechtfertigt werden sollten. Die mutmaßlichen Täter finden im Islam keine Rechtfertigung für solche Taten. Der Terror ist eine Bedrohung und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit. Der Qur`an sagt: “Wer einem unschuldigen Menschen das Leben nimmt, handelt so als ob er die gesamte Menschheit tötet” Sura 5 Vers 32. Weiterlesen

Moscheen mit Nationalflaggen: Islam in den USA und in Deutschland

Eine leider mehr als zutreffende Bewertung des oftmals etwas zu weit gehenden Patriotismusses in manch muslimischen Gemeinden in Deutschland.

Mosques with Foreign Flags: Islam in America and Germany

M. A. Muqtedar Khan | 6.09.06

Berlin May 23, 2006. We entered the mosque through a large iron gate closely watched by a score of Turkish men. Unlike most architecturally interesting buildings in Berlin which are open and easily accessible, this mosque which is both majestic and grand, is surrounded by a high wall and is accessible only through iron gates. I was in Berlin for a conference organized by the American Institute for Contemporary German Studies and one of their scholars and a Berlin Parliamentarian kindly volunteered to show me around Berlin.

As we approached the grand mosque, the Berlin Parliamentarian remarked, “notice the Turkish flag on the mosque, do you see a German flag anywhere?”

Tränen sind überall gleich

Es war eine angespannte Zeit. Oft genug standen sich Mekka und Medina auf dem Schlachtfeld gegenüber. Zuletzt in der Grabenschlacht vor Medina hatte Mekka wieder angegriffen. Aber jetzt hungerte Mekka. Eine Hungersnot hatte ihre Bewohner in ihrem erbarmungslosen Griff. Am heftigsten spürten dies wiederum die Ärmsten, die Schwächsten. Und es kam Hilfe in der Not, Medina hatte Nahrungsmittel aus dem verbündeten Jemen nach Mekka senden lassen; es war der Prophet (as), der es angeordnet hatte. Die Hilfe kam gerade von dem Menschen, den die Mekkaner am meisten anfeindeten, sie kam von dem für sie verhassten Propheten des Islams. Und der Prophet hatte seine helfende Hand zu einer Zeit ausgestreckt, zu der es jedem anderen wohl unmöglich gewesen wäre zu helfen und am wenigsten den Menschen gegenüber, die ihm oft genug nach dem Leben trachteten. Doch für den Propheten waren sie in dem Moment keine Feinde, sondern Notleidende, von Hunger und Entbehrung gemarterte Menschen. Weiterlesen

Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz sind abgeschlossen – Von “historischer Veränderung” weit entfernt

Nach monatelangem Streiten und Debattieren im Vermittlungsausschuss sind die Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz endlich zu einem Abschluss gekommen. Doch von der “historischen Veränderung in der Gesetzgebung” die der Bundesinnenminister Otto Schily ankündigte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das neue Regelwerk reiht sich artig in die Tradition der alten Ausländergesetze ein, die eher den Zuzug verhindern wollen, als das sie eine Basis zur Integration bieten. Eine Anerkenntnis, dass dieses Land “Zuwanderung hat und auch weiter haben wird” ist das neue Gesetz sicher nicht. Schon die Aufgabenzuteilung an das neue Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist dabei exemplarisch für die Kontinuität, ja sogar den Rückschritt in der Ausländerpolitik. “Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der freiwilligen Rückkehr” wird als eines ihrer Hauptaufgaben angeführt, ein Punkt der schon zu Kohlschen Zeiten groß geschrieben wurde. Von Aufnahmebereitschaft ist bei solch einer Zielsetzung nicht viel zu spüren.
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Neuer Kurs im Vatikan oder doch nur eine mediale Finte?

In den letzten Tagen wurde kaum eine religionsbezogene Meldung von der Presse so einstimmig wiedergegeben wie die neueste Instruktion des Vatikans “Erga migrantes caritas Christi” (Die Liebe Christi zu den Migranten). So reicht die Palette der angeschlagenen Titel von “Abgrenzung vom Morgenland” (Merkur), über “Vatikan warnt vor Ehe mit Muslimen” (taz), bis hin zu “Vatikan macht Front gegen den Islam” (Kurier). Verwunderlich ist auch, dass die Instruktion fast schon als Brandbrief des Papstes an die Muslime dargestellt wird, während gerade mal neun Absätze von über hundert in direktem Bezug zu den Muslimen stehen.
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Das Freitagsgebet – Ursprung, Bedeutung, Durchführung

A. Der Freitag – ein besonderer Tag

Der Freitag ist zweifellos der wichtigste Wochentag im Leben des Muslims. Es stellt den Tag der Zusammenkunft und des besonderen gemeinsamen Gebets dar. Kein anderes Gebot des Islams wird so penibel, selbst von denen, die sagen würden, dass sie eher wenig mit Religion zu tun haben, befolgt, wie das Freitagsgebet. Dennoch ist die Bedeutung dieses Tages und des Freitagsgebetes bei Nicht-Muslimen kaum bekannt. Aber auch unter Muslimen gibt es ab und an Diskussionen über das richtige Begehen dieses Gebets.

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Über Unterdrückungen und politische Symbole – Wenn die Befreier zu Unterdrückern werden

Es gibt im türkischen ein Sprichwort, auf Deutsch müsste es ungefähr lauten: “Nenne einen klugen Menschen vierzig Tage einen Idioten und er wird ein Idiot.” Über die “political correctness” eines solchen Sprichworts wollen wir gar nicht streiten, aber mir scheint, das sehr viele Medienvertreter und Politiker nun seit Wochen immer wieder mit ein und denselben Argumenten, die kaum einer ernsthaften Überprüfung standhalten können, unbewusst dem Geiste dieses Sprichworts nacheifern. Das Kopftuch sei eine Unterdrückung der muslimischen Frau, das Kopftuch sei eine Unterdrückung der muslimischen Frau, das Kopftuch sei eine Unterdrückung der muslimischen Frau. Immer wieder die selbe Litanei, der selbe Akkord, der stupide abgespielt wird, fast so als wolle man es mit brachialer Gewalt in die Köpfe der Menschen einhämmern. Wie oft muss man etwas Falsches eigentlich wiederholen, damit es schon auf Grund von Gewöhnung zu einer Tatsache mutiert.

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Wozu Dialog, wenn nur eine Seite spricht, die andere aber nicht zuhört – Muslime sind von christlichen Kirchen enttäuscht

Die christlichen Kirchen in Frankreich sprachen sich diese Woche gegen ein Kopftuch-Verbot aus. Auch hatten sich davor schon die jüdischen Gemeinden gegen ein Verbot gestellt. Eine Unterstützung solcher Art, konnten die Muslime in Deutschland von den hiesigen christlichen und jüdischen Vertretern nicht erfahren. Oder wie sollten Muslime Äußerungen des EKD-Ratspräsidenten Huber deuten, der an der Eignung von Frauen für den öffentlichen Dienst oder den Lehrberuf zweifelt, nur weil diese ein Kopftuch tragen. Oder die Beurteilung Kardinal Meißners, der “politische” Kopftücher zwar als nicht hinnehmbar bezeichnet, als rein religiöses Symbol jedoch akzeptieren will. Dann ist da natürlich die Frage, wer denn nun entscheiden soll, ob das Kopftuch auf dem Kopf ein “politisches” oder ein religiöses ist. Wieso sind Kopftücher plötzlich alle politisch?

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Die Mär von den nichtorganisierten Muslimen

Ein neues Totschlag-Argument geht um. Sie treffen darauf in der Presse, aber auch im Gespräch mit Vertretern von Politik und Kirche. Die “nichtorganisierten Muslime”.

Irgendjemand ist anscheinend auf die Idee gekommen, dass muslimische Organisationen ja eigentlich “nur” knapp zehn Prozent der Muslime vertreten könnten. Der ganze Rest wäre gar nicht organisiert. Deswegen wäre es falsch die muslimischen Organisationen als Ansprechpartner zu nehmen. Bedenkt man, dass diese “Feststellungen” zum Teil von Menschen kommt, die vor ein paar Jahren noch darüber gejammert haben, dass sie keine muslimischen Ansprechpartner hätten, irritiert das den Ali-Normal-Muslim schon. Erst jammern, man bekomme niemanden zu Gesicht, jetzt hat man welche, aber deren Nase gefällt uns plötzlich nicht.

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Verwaltungsgericht Stuttgart weist Klage des Islamischen Sozialdienst- und Informationszentrum e.V. auf Genehmigung einer privaten islamischen Grundschule ab

Der Islamische Sozialdienst- und Informationszentrum e.V., dessen Vereinszwecke die Errichtung von islamischen Sozialdienstzentren und anderen islamischen Einrichtungen wie z.B. Schulen, Kindergärten, Jugendzentren, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Sozialdienst für Muslime und Nichtmuslime und der Dialog mit nicht-islamischen Religionsgemeinschaften sind, wandte sich Anfang 1998 an das Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg, übersandte ihm die Konzeption einer islamischen Grundschule, die er in Stuttgart gründen wolle, und bat um rechtliche Bestätigung dieser Konzeption. Das Ministerium holte eine Stellungnahme des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg ein, beauftragte Prof. Dr. van Ess vom Orientalischen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit der Erstattung eines Gutachtens zum Bekenntnis und den Lehrplänen für das Fach Religion sowie Prof. Dr. Müller von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe mit der Erstattung eines Gutachten zu den pädagogischen und religionspädagogische Fragestellungen. Schließlich wurde Prof. Dr. Isensee von der Universität Köln mit einem Rechtsgutachten zur Genehmigungsfähigkeit der Schule beauftragt. Als die Stellungnahme und die Gutachten vorlagen, wurde der Antrag an das für die Entscheidung über die Genehmigung der Privatschule zuständige Staatliche Schulamt Stuttgart weitergeleitet, das ihn mit Bescheid vom 05.12.2000 ablehnte. Den Widerspruch gegen diesen Bescheid wies das Oberschulamt Stuttgart mit Widerspruchsbescheid vom 26.03.2001 zurück.

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