Bin am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag

Samstag
11:00–13:00
Als Muslimin und Muslim in Deutschland leben
Zwischen Misstrauen und Akzeptanz
   
  Shibly Band, Hamburg (Musik)Manfred Kock, Präses i.R., Köln (Referent/in)Mona Naggar, Köln (Moderation)Dr. Lale Akgün MdB, Islambeauftragte, Berlin (Referent/in)

Dr. Martin Affolderbach, Oberkirchenrat, Hannover (Veranstaltungsleitung)

Murat Aslanoglu, Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialogs, Stuttgart (Referent/in)

Bernd Neuser, Pfarrer, Wuppertal (Moderation)

Dorothee Schaper, Köln (Anwalt des Publikums)

Seyfi Ögütlü, Köln (Anwalt des Publikums)

Erika Theißen, Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen, Köln (Referent/in)

Mürvet Öztürk, Alevitische Gemeinde Deutschland, Wetzlar (Referent/in)

Miyesser Ildem, Zentrum für islamische Frauenforschung und -förderung, Köln (Referent/in)

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke, Jurist, Münster (Referent/in)

Engin Karahan, Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, Köln (Referent/in)

Sprache: deutsch
Halle 3.2, Messegelände
Deutz (Stadtplan: 72 – K10) Stadtplan anzeigen

Profilierung auf Kosten der Muslime? – Pressemitteilung des Koordinierungsrates der Muslime

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland KRM hat heute seine Stellungnahme zur Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland „Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland“ (EKD-Texte 86) veröffentlicht. Dr. Ayyub Köhler, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime KRM sagte: „Zur Vorbereitung unseres Gesprächs mit Bischof Dr. Wolfgang Huber am kommenden Mittwoch den 30.5.07 in der Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim, haben wir heute unsere Position zu der Handreichung der EKD öffentlich gemacht. Bischof Dr. Wolfgang Huber hat unsere Einladung zu dieser Aussprache angenommen und wir erwarten eine fruchtbare Diskussion zu dem EKD-Text, der zum Teil erhebliche Kritik auf muslimischer Seite hervorgerufen hat.“Im Anschluss an das Gespräch, an dem, so Gott will, Vertreter aller Verbände innerhalb des KRM teilnehmen werden, ist eine gemeinsame Pressekonferenz um 19.00 Uhr in der Mannheimer Moschee geplant.

Dem KRM gehören an:

DITIB – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.
IRD – Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V.
VIKZ – Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.
ZMD – Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

Profilierung auf Kosten der Muslime – KRM-Stellungnahme zur EKD-Handreichung

Innenausschuss berät über eine Verschärfung des Ausländer- und Staatsangehörigkeitsgesetzes

Bundesregierung will vermehrt Sanktionen einführen – Geht es nach der Bundesregierung sollen bald Daten von Migranten aus Visumsanträgen an den Bundesnachrichtendienst, den Militärischen Abschirmdienst, das Zollkriminalamt und an den Verfassungsschutz übermittelt werden. Das Gesetzespaket wird von der Bundesregierung hauptsächlich zur Umsetzung von EU-Richtlinien eingeführt. Gleichzeitig will man jedoch auch die aus sicherheitspolitischen Gründen vermeintlich notwendigen Vorschläge der Innenministerkonferenz vom November 2006 umsetzen. Weiterlesen

Grundrechte-Report 2007 am Montag in Karlsruhe vorgestellt – Kritik an Mißachtung höchstrichterlicher Urteile

Grundrechte-ReportDas Fazit des Grundrechte-Reports 2007 ist eindeutig: Staatliche Überwachung, Übergriffe und Ungleichbehandlung sorgen weiter für eine deutliche Kluft zwischen den Ansprüchen des Grundgesetzes und der Realität der Achtung der Grundrechte in Deutschland. Den aktuellen Report stellten der Bundesverfassungsrichter a. D. Prof. Dr. Jürgen Kühling sowie die Herausgeber am Vormittag vor der Justizpressekonferenz in Karlsruhe vor.
Prof. Kühling bezeichnete die derzeitige Situation als „insgesamt beunruhigend“. Besonders im staatlichen Umgang mit Ausländern und insbesondere mit illegalen Migranten werde oft vergessen, dass auch diese Anspruch auf Wahrung ihrer Menschenwürde und staatlichen Schutz ihrer Grund- und Menschenrechte hätten. Auch die Arbeit der Polizei wurde von den Grundrechtsschützern kritisiert. So wurden eine Reihe von Durchsuchungsaktionen vom Bundesverfassungsgericht als rechtswidrig verworfen. Als Möglichkeit der Sanktionierung regte Kühling angemessene und fühlbare Schadensersatzansprüche an. Weiterlesen

Menschenrechte in Zeiten des Terrors

Rolf Gössner schreibt über „Kollateralschäden an der »Heimatfront«“ – Fast sechs Jahre sind nun seit dem 11. September 2001 vergangen. Vieles hat sich im Laufe dieser Jahre geändert. Worauf man sich in dieser Zeit aber immer verlassen konnte, war der permanente Ruf mancher Kreise für mehr Sicherheit auf Kosten der Freiheit. Diese Entwicklungen in der Sicherheitspolitik hat Rolf Gössner in seinem neuesten Buch „Menschenrechte in Zeiten des Terrors – Kollateralschäden an der »Heimatfront«“ nachgezeichnet und aufgezeigt, wohin diese Entwicklung führen kann. So kam es in diesen Jahren immer wieder zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, aber nicht nur durch Terrorakte, sondern auch durch die weltweite Terrorismusbekämpfung. Weiterlesen

Einführung des Ethikunterrichts in Berlin als Pflichtfach verfassungsgemäß

Mit Wirkung für das Schuljahr 2006/2007 wurde im Land Berlin für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 der öffentlichen Schulen das Fach Ethik als ordentliches Lehrfach eingeführt. Grundlage hierfür ist eine neu gefasste Bestimmung des Schulgesetzes für das Land Berlin. Die Einführung des Lehrfachs erfolgte zunächst in der Jahrgangsstufe 7, in den Folgejahren wird der Unterricht auf jeweils eine weitere Jahrgangsstufe erstreckt. Der Ethikunterricht tritt als Pflichtfach ohne Abmeldemöglichkeit neben den Religionsunterricht. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist freiwillig. Weiterlesen

Entscheidung auf der Basis des Korans, oder doch nur zu wenig Zeit gehabt

Die ganze Aufregung um die koranisch begründete Ablehnung einer Scheidung durch eine Frankfurter Richterin scheint langsam abzuklingen, die Fakten um den Fall dringen aber erst so langsam an das Tageslicht. Den millionenfachen BILD-Leser werden diese jedoch sicherlich nicht erreichen.

Interessant an dem Urteil ist, dass es gar kein Urteil ist. Die Scheidung der Frau wurde gerade nicht abgelehnt, das Scheidungsverfahren lief bereits, die Dame wollte nur in dem obligatorischen Trennungsjahr früher geschieden werden. Da dazu eine Beweisaufnahme nötig gewesen wäre, hat sie für diesen einen Prozesskostenhilfe-Antrag gestellt, der mit besagter Begründung abgelehnt worden ist. Dies macht die Begründung zwar nicht besser, rückt aber sicherlich die mediale und politische Aufregung in ein anderes Licht. Es waren demnach nicht die schlimmen “Islamisten”, die für diese Entscheidung gesorgt haben, sondern einfach eine Richterin, die sich in einem Verfahren, das in einigen Monaten sowieso mit der Scheidung geendet hätte, nicht noch mehr Arbeit machen wollte. Weiterlesen

Journalismus schützt vor Unwissen nicht – Eine Analyse eines wahrhaft ahnungslosen Islam-Beitrags in der FAZ

Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem nicht ein Beitrag über den Islam in einer größeren Zeitung erscheint. Man möchte sich ja fast schon freuen, dass damit hoffentlich die allgemeine Wissenslücke über den Islam geschlossen wird. Das dürfte aber dem Beitrag von Regina Mönch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 16.02.2007 nicht vergönnt sein. Schon der etwas zu lang geratene Titel „Wir haben abgeschworen! Das antworten Menschenrechtler auf die kritische Frage, ob man als Muslim geboren wird“ zeigt auf, dass die Autorin sich wohl nicht ganz sicher darüber war, was dieser Artikel aussagen soll. Es soll wohl hauptsächlich um den neu gegründeten Verein „Zentralrat der Ex-Muslime“ gehen. Über den Verein scheint es aber nicht viel zum Schreiben zu geben, also hat sich die Autorin wohl entschieden, umso mehr über den Islam zu informieren und die Leser über die möglichen Beweggründe solch einer Vereinsgründung aufzuklären. Dafür fehlt ihr aber offensichtlich das nötige rudimentäre Wissen über den Islam. Weiterlesen

Muslimische Organisationen verurteilen Terror und Gewalt

Muslimische Verbände und Migrantenorganisationen haben heute in einer gemeinsamen Erklärung Terror und Gewalt verurteilt. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Nicht in unserem Namen! Muslimische Verbände gegen Terror und Gewalt

Mit Entsetzen und tiefer Abscheu verurteilen wir, die unterzeichnenden muslimischen Verbände und Migrantenorganisationen die versuchten Bombenattentate der letzten Tage und verwahren uns dagegen, dass diese Handlungen mit dem Islam gerechtfertigt werden sollten. Die mutmaßlichen Täter finden im Islam keine Rechtfertigung für solche Taten. Der Terror ist eine Bedrohung und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit. Der Qur`an sagt: “Wer einem unschuldigen Menschen das Leben nimmt, handelt so als ob er die gesamte Menschheit tötet” Sura 5 Vers 32. Weiterlesen

Moscheen mit Nationalflaggen: Islam in den USA und in Deutschland

Eine leider mehr als zutreffende Bewertung des oftmals etwas zu weit gehenden Patriotismusses in manch muslimischen Gemeinden in Deutschland.

Mosques with Foreign Flags: Islam in America and Germany

M. A. Muqtedar Khan | 6.09.06

Berlin May 23, 2006. We entered the mosque through a large iron gate closely watched by a score of Turkish men. Unlike most architecturally interesting buildings in Berlin which are open and easily accessible, this mosque which is both majestic and grand, is surrounded by a high wall and is accessible only through iron gates. I was in Berlin for a conference organized by the American Institute for Contemporary German Studies and one of their scholars and a Berlin Parliamentarian kindly volunteered to show me around Berlin.

As we approached the grand mosque, the Berlin Parliamentarian remarked, “notice the Turkish flag on the mosque, do you see a German flag anywhere?”


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