Die Fußball-WM hält die Welt und Deutschland für Wochen in ihrem Bann. Überall werden Spiele, Ergebnisse, ja Positionen und Kombinationen ausgiebig diskutiert, debattiert und sogar gestritten. Kein Wunder, dass auch das Thema Integration in diesen Sog hineingezogen wird. Erst recht, wenn ein Teil der Nationalmannschaft von Menschen mit Migrationshintergrund gestellt wird. Besonders das Entscheidungstore von Özil und anderen Fußballern mit Migrationshintergrund im Kader scheint bei vielen die Hoffnung erblühen zu lassen, dass die mannigfaltigen Probleme und Herausforderungen im Bereich der Integration vielleicht ein Stück weit über den Fußball gelöst werden können.
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7. Mai 2010
„Integration“ ist mittlerweile ein inflationär genutzter Begriff. Als ein im höchsten Maße unbestimmter Begriff wird er von Vertretern aller Couloir genutzt, ob sie nun eine multi-kulturelle oder leit-kulturelle Gesellschaftsvision haben. Inflationär ist auch die Zahl der organisatorischen Akteure in diesem Feld. In vielen Aufgabenbeschreibungen kommt der Begriff Integration vor, ohne jedoch wirklich mit Leben ausgefüllt zu werden. Es gibt jedoch auch gesellschaftliche Akteure, die seit Jahrzehnten Integrationsarbeit leisten, ohne dass sie von der breiten Öffentlichkeit beachtet werden. Es sind die Moscheegemeinden und anderen muslimischen Institutionen die zur gesellschaftlichen Partizipation ihrer Mitglieder und Besucher schon zu Zeiten einen großen Beitrag geleistet haben, als Deutschland noch weit von einem Integrationsdiskurs entfernt war.
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Braucht nur die Türkei Religionsfreiheit?
18. Februar 2010
Bundestagspräsident Norbert Lammert setzt sich in einem Schreiben an seinen türkischen Amtskollegen Mehmet Ali Şahin für die Religionsfreiheit der Christen in der Türkei ein. So heißt es in dem Schreiben: „Bestärkt durch die bemerkenswerten Worte von Ministerpräsident Erdogan, in Istanbul könne jede Kultur ihre eigene Identität finden, verbinde ich mit diesem Dank zugleich meine Hoffnung auf einen wachsenden Ehrgeiz der verantwortlichen türkischen Behörden, die freie christliche Religionsausübung in der Türkei zu schützen.“ Weiterhin appelliert er an Şahin, sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für das Recht der Kirchen, über die vorhandenen Gotteshäuser als eigenen Besitz zu verfügen und ihre Religion frei zu praktizieren, einzusetzen.
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Wann integriert sich die CDU in das Deutschland von heute?
18. Februar 2010
„Habt ihr keinen Deutschen?“ titelten Johannes Schmitz und Roland Preuß in der Süddeutschen, und brachten damit eines der Hauptprobleme von Migranten in politischen Parteien auf den Punkt. Trotz Einbürgerung, jahrzehntelangen Integrationsbemühungen, viel vergossenem Herzblut für dieses Land fristen sie in politischen Parteien noch immer ein Dasein als „Fremdkörper“. Wie schon zu den Bundestagswahlen hat die Union den Autoren noch einmal recht gegeben.
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Muslime als Spielball der Behördenwillkür –Gedanken zum Leipziger Einbürgerungs-Urteil
8. Dezember 2009
In einer Entscheidung hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in der letzten Woche den Einbürgerungsantrag eines früheren Funktionärs der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) abgelehnt (wir berichteten). Bei dem Urteil handelt es sich zweifellos nicht nur um eine rechtspolitiche Richtungsentscheidung, sondern auch um eine problematische integrationspolitische.
Gegen den Kläger lagen keine konkreten Vorwürfe vor, die ihm persönlich eine verfassungsfeindliche Handlung anlasten könnten – dies stellte bereits das VGH Mannheim fest. Die langjährige Mitgliedschaft und die Funktionärstätigkeit in der IGMG und ihren Vorläufern wurde als ausreichend erachtet, dem Kläger die vermeintlich verfassungsfeindlichen Bestrebungen in der Vergangenheit der IGMG zuzurechnen. Seine Klage wurde abgewiesen. Seine Mitgliedschaft an sich wäre nicht schädlich gewesen, als altes Mitglied hätte er sich aber viel offener dem Reformflügel in der IGMG zuwenden müssen, damit er eingebürgert werden könne, so das Fazit der Entscheidung.
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Wenn „die Welt“ mal positiv über Migranten berichtet…
30. April 2009
...dann ist dies eine Nachricht wert. So oft im Leben stößt man nicht wirklich auf solch ein Kuriosum. Die Welt will also über „erfolgreiche Integration von Türken in Deutschland reden“. Interessant ist die Auswahl der Modellbeispiele und ihre Darstellung. Bei allen drei verspüren die Autoren den Zwang, unbedingt auf den „Bruch mit dem Herkunftsmilieu“ hinzuweisen, ohne den eine Integration wohl nicht funktionieren kann. Continue reading
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Seidel: „Politik als Korrektiv der vierten Gewalt“
28. April 2009
In der taz legt der Journalist Eberhard Seidel den Finger in die Wunde seiner Zunft und klagt über den „Verfall der Öffentlichkeit“. Seit nunmehr fünf Jahren werde „das Lied der gescheiterten Integration gesungen“. Von Giordano, Ates, Kelek und Broder, genauso wie von FAZ und taz. Continue reading
