Entsetzt dürften manche Christdemokraten reagiert haben, als sie die Nachricht auf „Welt Online“ lasen. In einem CDU-nahen europäischen Think-Thank soll tatsächlich ein Europa-Kalif gefordert worden sein, zusammen mit der Scharia und allem drum und dran. Besonders die selbsternannte CDU-Extremismusexpertin Kristina Köhler konnte ihre Empörung nicht verbergen.
Das Freitagsgebet – Ursprung, Bedeutung, Durchführung
5. Juli 2010
A. Der Freitag - ein besonderer Tag 
Der Freitag ist zweifellos der wichtigste Wochentag im Leben des Muslims. Es stellt den Tag der Zusammenkunft und des besonderen gemeinsamen Gebets dar. Kein anderes Gebot des Islams wird so penibel, selbst von denen, die sagen würden, dass sie eher wenig mit Religion zu tun haben, befolgt, wie das Freitagsgebet. Dennoch ist die Bedeutung dieses Tages und des Freitagsgebetes bei Nicht-Muslimen kaum bekannt. Aber auch unter Muslimen gibt es ab und an Diskussionen über das richtige Begehen dieses Gebets.
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Integration im Fußball suchen – Ein Schritt der Verzweiflung, aber keine Lösung
28. Juni 2010
Die Fußball-WM hält die Welt und Deutschland für Wochen in ihrem Bann. Überall werden Spiele, Ergebnisse, ja Positionen und Kombinationen ausgiebig diskutiert, debattiert und sogar gestritten. Kein Wunder, dass auch das Thema Integration in diesen Sog hineingezogen wird. Erst recht, wenn ein Teil der Nationalmannschaft von Menschen mit Migrationshintergrund gestellt wird. Besonders das Entscheidungstore von Özil und anderen Fußballern mit Migrationshintergrund im Kader scheint bei vielen die Hoffnung erblühen zu lassen, dass die mannigfaltigen Probleme und Herausforderungen im Bereich der Integration vielleicht ein Stück weit über den Fußball gelöst werden können.
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Für die Kinder reicht das Geld dann nicht mehr – Unicef: Kinder sind Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise
25. Juni 2010
Banken standen vor dem Aus und wurden mit immensen Finanzpaketen "gerettet". Konjunktur-Pakete wurden zur Konsum-Beflügelung geplant, aufgelegt und zurückgezogen, Milliarden von Euro und Dollar sind für viele Menschen mit nicht nachvollziehbarem Ziel in der Finanzwirtschaft verschwunden. Gelöst wurde die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht. Aber die Zahl derer, die die negativen Folgen der Krise zu spüren bekommen zieht immer weitere Kreise. UNICEF richtet in seinem Bericht "Kinder - die Vergessenen der Finanzkrise" die Aufmerksamkeit auf einen der schwächsten, nämlich stimmenlosen Verlierer: Kinder.
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Europa-Rat kritisiert Schweizer Minarett-Verbot und allgemeine Burka-Verbote
24. Juni 2010
Die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates lehnt einstimmig ein allgemeines Verbot für das Tragen der Burka ab. Es solle kein allgemeines Verbot für das Tragen der Burka und des Niqap oder anderer religiöser Kleidung geben, so die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE). Auch das Minarett-Verbot der Schweizer wurde als "diskriminierend" kritisiert.
Rechtliche Beschränkungen „aus Sicherheitsgründen oder aufgrund der Erfordernis der religiösen Neutralität bei öffentlichen oder beruflichen Funktionen von Einzelpersonen oder der Erfordernis der Sichtbarkeit des Gesichtes”, wurden jedoch in den Rahmen des Beschlusses explizit nicht aufgenommen.
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Roma sind heimatlos – 10 000 Roma sollen in den Kosovo zurückkehren
13. Mai 2010
Da nun etwa 10 000 Flüchtlinge in den Kosovo zurückkehren sollen, könnte man annehmen, dass sich die Lage dort verbessert hat. Das ist auch nicht falsch. Vieles hat sich normalisiert im Kosovo, das sich vor zwei Jahren von Serbien unabhängig gemacht hatte. Was sich aber nicht verbessert hat, ist die immer noch sehr schlechte Lage der Roma - der Hauptgrund des Aufenthalts zehntausender Flüchtlinge auf deutschem Territorium.
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Tausende Roma vor Abschiebung in den Kosovo
11. Mai 2010
Die Abschiebung von Tausenden Menschen in den Kosovo steht bevor. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und sein kosovarischer Amtskollege Bajram Rexhepi haben am 14. April 2010 in Berlin ein Abkommen unterzeichnet, welches die wechselseitige Rückübernahme ausreisepflichtiger Personen aus dem Gebiet der jeweils anderen Vertragspartei regelt. Grüne und Linke üben Kritik.
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Integrationsarbeit in Moscheegemeinden
7. Mai 2010
„Integration“ ist mittlerweile ein inflationär genutzter Begriff. Als ein im höchsten Maße unbestimmter Begriff wird er von Vertretern aller Couloir genutzt, ob sie nun eine multi-kulturelle oder leit-kulturelle Gesellschaftsvision haben. Inflationär ist auch die Zahl der organisatorischen Akteure in diesem Feld. In vielen Aufgabenbeschreibungen kommt der Begriff Integration vor, ohne jedoch wirklich mit Leben ausgefüllt zu werden. Es gibt jedoch auch gesellschaftliche Akteure, die seit Jahrzehnten Integrationsarbeit leisten, ohne dass sie von der breiten Öffentlichkeit beachtet werden. Es sind die Moscheegemeinden und anderen muslimischen Institutionen die zur gesellschaftlichen Partizipation ihrer Mitglieder und Besucher schon zu Zeiten einen großen Beitrag geleistet haben, als Deutschland noch weit von einem Integrationsdiskurs entfernt war.
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IZ: Einheit durch den KRM – Illusion oder Chance?
23. Februar 2010
In der Islamischen Zeitung stellt Khalil Breuer unter der Überschrift "Einheit durch den KRM - Illusion oder Chance?" die Frage, wer denn die Position der Muslime wirklich koordiniert? Breuer kritisiert in seinem Beitrag zu Recht, dass Muslime zu den "bedeutenden" Fragen der heutigen Zeit nicht einmal im Ansatz versuchen, Antworten zu liefern:
Genauso wie die Kirchen eine mehr oder weniger globalisierungskritische Position einnehmen, müssen auch Muslime hier Flagge zeigen. Was sagt der Qur'an zu Zakat, Zins oder Eigentum? Kann man die Zakat mit einer Währung bezahlen, die stündlich an Wert verliert? Noch konkreter, was denken Muslime über Banken - symbolisieren sie unser ökonomisches Angebot oder sind sie doch nichts anderes als eine schlechte Kopie und eine Art „islamischer Whiskey“? Um hier argumentieren zu können, muss man das islamische Recht und die europäische Wirtschaftsgeschichte gleichermaßen verstehen.
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Braucht nur die Türkei Religionsfreiheit?
22. Februar 2010
Bundestagspräsident Norbert Lammert setzt sich in einem Schreiben an seinen türkischen Amtskollegen Mehmet Ali Şahin für die Religionsfreiheit der Christen in der Türkei ein. So heißt es in dem Schreiben: „Bestärkt durch die bemerkenswerten Worte von Ministerpräsident Erdogan, in Istanbul könne jede Kultur ihre eigene Identität finden, verbinde ich mit diesem Dank zugleich meine Hoffnung auf einen wachsenden Ehrgeiz der verantwortlichen türkischen Behörden, die freie christliche Religionsausübung in der Türkei zu schützen.“ Weiterhin appelliert er an Şahin, sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für das Recht der Kirchen, über die vorhandenen Gotteshäuser als eigenen Besitz zu verfügen und ihre Religion frei zu praktizieren einzusetzen. Continue reading