Karahans Blog

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Zalime dua ederken mazlumu unuttuk

Almanya’da ve Türkiye’de durum nasıldı bilmiyorum ama ben bugün Cuma namazını Sri Lanka’da kıldım. İmam’ın Cuma namazından sonra Saddam ve Cenaze Namazı kelimelerini yanyana zikrettiğini duyduğumda beynimden vurulmuşa döndüm. Gözlerimin önü karardı, mescidin ortasında dehşet içinde kalmıştım, kendimi zor dışarı attım. Herkes cenaze için koşarak öne giderken ben çıkışa koşuyordum. Kötü halim zaten sabah sokağa çıktığımda başladı. Şehrin tüm duvarlarını afişlerle kaplamışlardı. Afişlerde Saddam zaliminin “nur yüzlü” sakallı posteri. O an içime bir burukluk düştü.

Yanımdaki Sri Lankalı arkadaşa afişte ne yazdığını sordum. Müslümanların bugün Cuma namazından sonra insanları Amerika’ya karşı protestoya çağırdıklarını söyledi, “Yoksa ardından cenaze namazı da mı kılacaklar?” diye sordum. Ezik ve tedirgin bir sesle “Yok” dedi “Sadece Amerika’yı protesto edecekler”. “Bunun için Saddam gibi bir zalimden başkasını bayrak yapamadınız mı?” diye sordum, sustu. “Bayrak olarak mazlum Irak halkı yetmiyor mu? Ne zamandır zalim eski devlet başkanları mazlum halklarını temsil etmeye başladı?” diye sordum, yine sustu.

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Also, erstaunlich finde ich es schon…

Erstaunlich ist die ganze Diskussion um Gotteslästerung für mich schon. Es sind gerade mal einige Monate her, da hielten nicht wenige aus dem konservativen Bayern den Muslimen im Karikaturenstreit predigten über Pressefreiheit und die Grenzen des Heiligen. Gerade in der CSU-Spitze spielten die Posaunen sehr laut. Aufklären sollten die Muslime endlich ihren Islam, auch sie sollten über ihre Religion lachen können, wie es die tapferen Bayern auch tun (?). Also so kannte ich die bayerische CSU nun wirklich nicht. Die erste Ernüchterung kam dann mit dem Streit um den "Tal der Wölfe"-Film. Nicht dass ich ihn bisher gesehen hätte. Es wunderte mich aber schon, dass die selben Mäuler, die kaum ein paar Wochen vorher Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit predigten, nun von Zensur, Beleidigung und Verbot sprachen. Continue reading
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Das Vertrauen der Gesellschaft setzt das Vertrauen der Gemeinschaft voraus

"Sie(die Muslime) müssen diesen Verbrechern laut ins Gesicht schreien: Der Islam will es nicht... Gott will es nicht!", schreibt Nadeem Elyas in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau. Der Zentralratsvorsitzende scheint jedoch zu vergessen, dass Muslime diese Verbrecher vor ihren Taten genauso wenig als Attentäter zu Gesicht bekommen wie Nicht-Muslime. Den Muslimen in den Moscheen fehlt ein Gesicht, in das sie diese Aufforderung schreien können, gerade weil diese Gesichter nicht in den Moscheen anzutreffen sind. Wieso stellt er dennoch solch eine Forderung? Continue reading
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Über einen Feiertag, den niemand braucht und eine Aufregung, die noch unnötiger war

Zu einer schlechteren Zeit könnte der Einwurf Christian Ströbeles (Grüne), in Deutschland einen muslimischen Feiertag einzuführen, kaum kommen. Gut gemeint kann der Vorschlag ja schon sein, aber ihn einzubringen während die Abschaffung von bestehenden Feiertagen diskutiert wird, zeugt nicht von einem besonders gutem Taktgefühl. Continue reading
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Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz sind abgeschlossen – Von "historischer Veränderung" weit entfernt

Nach monatelangem Streiten und Debattieren im Vermittlungsausschuss sind die Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz endlich zu einem Abschluss gekommen. Doch von der "historischen Veränderung in der Gesetzgebung" die der Bundesinnenminister Otto Schily ankündigte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das neue Regelwerk reiht sich artig in die Tradition der alten Ausländergesetze ein, die eher den Zuzug verhindern wollen, als das sie eine Basis zur Integration bieten. Eine Anerkenntnis, dass dieses Land "Zuwanderung hat und auch weiter haben wird" ist das neue Gesetz sicher nicht. Schon die Aufgabenzuteilung an das neue Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist dabei exemplarisch für die Kontinuität, ja sogar den Rückschritt in der Ausländerpolitik. "Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der freiwilligen Rückkehr" wird als eines ihrer Hauptaufgaben angeführt, ein Punkt der schon zu Kohlschen Zeiten groß geschrieben wurde. Von Aufnahmebereitschaft ist bei solch einer Zielsetzung nicht viel zu spüren. Continue reading
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Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU übt sich in radikalster Polemik

In einem Beitrag in der "Jüdischen Allgemeine" wandte sich Christoph Böhr massiv gegen das Kopftuch. Offensichtlich hatte er sich zum Ziel gesetzt, allen zu beweisen, dass das Kopftuch doch ein politisches Symbol wäre. So sei das Kopftuch "kein religiöses Symbol, nicht einer Glaubenswahrheit geschuldet." Da sind die Muslime allerdings einer anderen Meinung. Für die Muslime ist das Kopftuch an sich auch kein religiöses Symbol, aber ein religiöses Gebot. Aber nein, Herr Böhr ist das natürlich egal, denn er hat sich nun mal in seiner Meinung festgefahren. Continue reading
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Gefangen im rechten Sumpf – Kann sich die CDU noch befreien?

Erst Hohmann, dann Nietzsche und jetzt reiht sich auch noch der Karlsruher CDU-Abgeordnete Axel Fischer in die Reihe der Entgleisenden. Doch sind uns denn diese Töne wirklich so fremd. Als Einzelfälle will die CDU diese Fälle behandelt wissen, eine falsche Wortwahl nennt es Nietzsche in seiner halbherzigen Entschuldigung.

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Die Mär von den nichtorganisierten Muslimen


Ein neues Totschlag-Argument geht um. Sie treffen darauf in der Presse, aber auch im Gespräch mit Vertretern von Politik und Kirche. Die "nichtorganisierten Muslime".

Irgendjemand ist anscheinend auf die Idee gekommen, dass muslimische Organisationen ja eigentlich "nur" knapp zehn Prozent der Muslime vertreten könnten. Der ganze Rest wäre gar nicht organisiert. Deswegen wäre es falsch die muslimischen Organisationen als Ansprechpartner zu nehmen. Bedenkt man, dass diese "Feststellungen" zum Teil von Menschen kommt, die vor ein paar Jahren noch darüber gejammert haben, dass sie keine muslimischen Ansprechpartner hätten, irritiert das den Ali-Normal-Muslim schon. Erst jammern, man bekomme niemanden zu Gesicht, jetzt hat man welche, aber deren Nase gefällt uns plötzlich nicht.

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