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Endlich, der Abflug

Endlich ist der besondere Tag da, der Tag der Abreise. Wir fliegen ab Frankfurt. Den Abend davor haben wir noch meine Eltern besucht und auch die Nacht dort verbracht. Nach einem gemeinsamen Mittagsgebet und zwei Rekat Reisegebet geht die Fahrt Richtung Flughafen los.

Als wir am Flughafen ankommen, sind die angehenden Pilger am Flugsteig B kaum zu übersehen. Alle haben Familien und Freunde mitgebracht, niemand wird alleine auf diese Reise verabschiedet. Im Gebetsraum des Flughafens  verrichten die Pilger noch ihr Nachmittagsgebet. Das Abendgebet wird dann später noch kurz vor dem Flug in der Abflughalle gebetet werden. Jedes Gebet macht uns immer mehr bewusst, wie nah wir unserem Ziel schon gekommen sind. Ich sehe fast schon die Säulenhalle der Prophetenmoschee, das schwarze Tuch der Kaba scheint nur wenige Schritte weg zu sein. Einige sind schon am Flughafen mit einer eher arabischen Kluft erschienen. Hier in Frankfurt sieht das zwar noch exotisch aus, von meiner Umra weiß ich aber noch, dass dies in Mekka und Medina genau umgekehrt sein wird. Dort erscheinen eher die europäischen Klamotten zwischen all den Dschallabis und Pakistani-Anzügen exotisch. Wir werden jedoch noch keinen Ihram anlegen und in den Weihezustand eintreten. Dieser Weihezustand (Ihrâm) dürfte auch Nichtmuslimen bekannt sein, da dieser äußerlich an den zwei Tüchern, mit denen die Männer ausschließlich bekleidet sind, leicht zu erkennen ist. Noch ist dies für uns notwendig. Der Flughafen Dschidda, den wir über Istanbul ansteuern werden liegt zwar in den Grenzen des Mikat, des Gebietes, das nur im Weihezustand angereist werden darf. Wir reisen jedoch nach Medina weiter, ohne nach Mekka zu fahren. Ein Ihrâm-Gewand ist dafür nicht nötig. Die Verabschiedung vom Flughafen findet gemeinsam mit Gebeten statt. Der für die Kafile, die aus ca. 250 Pilger zuständige Gruppen zuständige Imam und die restlichen Imame, die jeweils  Untergruppen von 40 Personen leiten stellen sich hier noch einmal der gesamte Gruppe vor. Nach einem gemeinsamen Gebet geht es dann endlich zum Flieger. Ich muss gestehen, bis in den Flieger herrschte bei mir immer noch das Gefühl, es könnte doch irgendetwas passieren und ich könnte doch nicht fliegen. Erst im Flieger, angeschnallt im Sitz sitzend konnte ich endlich ausatmen und mir sagen, jetzt geht es zur Hadsch inschallâh. 

Zu den heiligen Quellen des Islam: Als Pilger nach Mekka und Medina

 

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